momag 391 | MAI 2021

Dem Wild verpf Der Bauer ruft am Vorabend den für sein Revier zu- ständigen Jäger an, dass er am nächsten Tag mäht. Die Jäger rücken zeitig in der Früh aus. Dann ist die Wärme, die die Tiere abgeben, am besten über die Wärmebildka- mera sichtbar. Der Drohnen-Pilot dirigiert seine Kollegen über Funk zum Jungtier. Diese packen das junge Rehkitz vorsichtig in einen Jutesack und binden es nahe am Fund- ort an einen Strauch, wo es dann im Schatten liegt, bis die Mahd vorüber ist. Das Kitz erleidet keinen Stress, da es sich durch seinen Schutzreflex kaum bewegt. Wenn es wieder freigelassen wird, finden Rehkitz und Mutter durch „Fiepen“ leicht wieder zuei- nander. Wichtig ist, dass Spaziergänger die Rehkitze nicht berühren und schon gar nicht mitnehmen. £ Ablauf einer Rehkitz-Rettung D ass die Jägerschaft nebst „Weidblick“ auch mit Weit- blick agiert, beweist sie durch Integration moderner Tech- niken, um Wild zu retten, vor allem wenn es um Jungtiere geht. Rehkitze werden mehr- heitlich in den Monaten Mai und Juni „gesetzt“, wie es in der Jägersprache so schön heißt. Sie sind nahezu unsichtbar für Fressfeinde, ihr gepunktetes Fell, kombiniert mit ihrem na- türlichen Verhalten, sich ins hohe Gras zu ducken, hilft ih- nen dabei. Die Geiß lässt die anfangs geruchlosen Tiere in ihren Verstecken zurück und besucht sie nur zum Säugen, um keine Aufmerksamkeit auf sie zu lenken. Eine gute und natürliche Taktik. Für den Landwirt jedoch bei der Mahd eine große Herausfor- derung. Da die erste Mahd in die Setzzeit fällt, werden in von michaela auer smar tmulticopters  umwelt »Von 100 Rehkitzen werden rund 95 gerettet.« momag 391 | mai 2021 8 | mostvier tel magazin

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