momag 394 | SEPTEMBER 2021

Montessori-Pädagogik. Antiquiertes Modell oder top aktuell? Natürlich nicht, denn Men- schen sind Individuen und Lernen ein durchaus indivi- dueller Vorgang! InMontessori-Einrichtungen wird seit über 100 Jahren die Einzigartigkeit der Schüle- rinnen und Schüler geach- tet und ein wertschätzender Umgang gepflegt. Innerhalb einer „vorbereiteten Umge- bung“ bearbeiten Kinder al- leine oder im Team die selbst gewählten Inhalte und er- weitern ihr Wissen in ihrem eigenen Tempo und auf ihre eigene Weise. Die von den Pädagogen und Pädagoginnen vorbe- reitete Umgebung umfasst den zu vermittelnden Lehr- stoff. Das bedeutet: das Kind selbst wählt aus den zur Ver- fügung gestellten Materi- alien. Diese schließen auch Computer, Tablets, Beebots, das Internet und jede Menge Innovationen mit ein. Lehren- de haben durch die Selbst- tätigkeit der Schülerinnen und Schüler die Möglich- keit, diese zielgerichtet zu unterstützen. Es bleibt auch Raum für Beobachtungen, um weitere Fördermaßnah- men zu überlegen. Eine sehr persönliche Beziehung zwi- schen Lehrperson und Ler- nenden wird hergestellt, was für jede Erziehungs- und Bildungsaufgabe von größ- ter Bedeutung ist und auch persönlich bereichert. Entscheidungsfähige junge Menschen Unterschiedliche – oft wider- sprüchliche – Wertvorstel- lungen konsumieren Kinder und Jugendliche aus erster »Die Umgebung ist so interessant gestaltet, dass Lernende sichtlich mit Interesse, Neugier, Freude und Ausdauer an die Themen herangehen.« von luzia thumser   Einsatz-Zylinder und farbige Zylinder zum Erkennen von Größe und Reihenfolge.  bildung „Wege ins Morgen“ – denken wir gemeinsam weiter! Eisenstraße. Ideen und Initiativen von Bürgern, Vereinen, Unternehmen und Gemeinden im Ybbstal und Erlauftal sind gefragt W ege ins Morgen“ zu fin- den, das steht 2021 in der Region Eisenstraße Nieder­ österreich im Mittelpunkt. Denn: Rund um uns ändert sich die Welt rasant. Die Ver- wundbarkeit unserer Gesell- schaft wurde in den vergan- genen Monaten schonungs- los offengelegt. Gleichzeitig zeigt sich, dass gerade jetzt ländliche Regionen sehr gute Voraussetzungen haben, inno- vativer und resilienter zu wer- den. „Greifen wir diese Chan- cen miteinander auf!“, betont Eisenstraße-Obmann Werner Krammer. Gemeinsame Regions-Strategie In fünf thematischen Work- shops haben über 100 Bürger­ innen und Bürger im Zuge des Projekts „Resiliente Region Eisenstraße“ zahlreiche Ideen zu Themen wie Wirtschaft, Land- wirtschaft, Tourismus, Klima und Mobilität gesammelt. In einer Klausur wurden diese Vorhaben mit den Gemeinden abgestimmt. Bis zum Novem- ber 2021 sollen die Ergebnisse in eine gemeinsame Regions- strategie für die neue LEADER- Förderperiode 2021–2027 ge- gossen werden. Alle Interessierten können sich in diesen Diskussions- und Innovationsprozess einbringen, nächste Möglichkeit ist der „Wege ins Morgen“-Abschluss am 8. Oktober in Reinsberg. Weitere Informationen sind auf www.eisenstrasse.info zu finden. „Denken wir gemein- sam weiter!“, lautet das moti- vierende Motto. £ entgeltliche Einschaltung theo kust | imagefoto.at  Eisenstraße-Obmann Bgm. Werner Krammer: „Gemma’s an!“ eisenstraße web | www.eisenstrasse.info termin | „Wege ins Morgen“ 8.10., 14h, Musium Reinsberg mostvier tel magazin | 21

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