momag 394 | SEPTEMBER 2021

to impress Nachhaltige Mode. Über die Wichtigkeit, sich des eigenen Konsumverhaltens bewusst zu sein. Zur aktuellen Modeindustrie befragte das momag drei Vertreter fairer und nachhaltiger Kleidung. „Valle ō Valle“ – keine genaue Passform. Vielmehr geht es dabei um ein Gefühl, sagt sie. Mit dem Aufbrechen dieser konventionellen Größen- norm stellt sich Norah dem ersten Problem nachhaltiger und fairer Mode. Das zweite sieht sie in dem ansonsten sehr positiv konnotierten Wort der Zeitlosigkeit. Nach- haltige Mode wird aufgrund ihrer Langlebigkeit nur selten mit bunten Prints und aktu- ellen Trends ausgestattet. Mit Valle ō Valle beweist Norah das genaue Gegenteil: Auch bunt kann zeitlos sein. „Es ist mir egal, wie es bisher war, fotos: marlene scheuch  ich mache es einfach anders und wenn es nicht funktio- niert, dann macht das auch nichts“, so Norah. Was ist fair und nachhaltig? Viele argumentieren bereits mit dem Nachhaltigkeits- und Fairness-Faktor. Was genau ist damit gemeint? So genau definiert sind diese Begriffe gar nicht, wie Maximilian Hor- vatits und Matthias Dollfuss, zwei der Gründer des Wie- selburger Online-Shops für nachhaltige und faire Mode „Ikonity“, feststellen. Zertifi- kate wie GOTS, Fair Wear oder Peta-Approved Vegan sollen für Ordnung sorgen. Dennoch ist es für Konsumenten noch immer schwer, sich in der Welt nachhaltiger Mode und den dazugehörigen Zertifikaten zurechtzufinden. „Um Kunden und kleine Händler zusammenzuführen, wurde Ikonity gegründet“, so Matthias: „Es gibt viele klei- ne nachhaltige Labels, die ei- gentlich nicht bekannt sind und die man sich erst selbst zusammensuchen müsste. Da wollten wir einen Markt- platz erschaffen, wo man ausschließlich nachhaltige und zertifizierte Mode fin- det.“ Vor allem Transparenz steht hierbei im Vordergrund. Auf der Website werden die Zertifikate einfach und ver- ständlich erklärt. Damit er- öffnet sich den Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, selbst Prioritäten zu setzen. Ist ein Produkt GOTS (Glo- bal Organic Textile Stan- sprechende Arbeitsverträge. Das Zertifikat Peta-Approved Vegan garantiert tierfreund- liche Mode und macht auf einen Blick erkenntlich, dass für die Entstehung eines Pro- dukts kein Tier gelitten hat. Um beispielsweise von der Fair Wear Foundation zertifiziert werden zu kön- nen, braucht es einen Jah- resumsatz von zehn Millio- nen. Kleine Familienbetriebe werden so automatisch aus- geschlossen. Daher fahren die Designer von Ikonity sowie auch Norah Joskowitz teilweise auch selbst zu den Produzenten, um sich ein Bild von den dortigen Arbeits- bedingungen zu machen. Auf der Ikonity Website ist die gesamte Herstellerkette dard) zertifiziert, kann man sich bezüglich einheitlicher Standards für Umwelt- und Arbeitsbedingungen sicher sein. Ebenso muss für diesen Standard mindestens 70% ökologisch erzeugte Natur- faser verwendet werden. Die Fair Wear Foundation fokus- siert auf faire Arbeitsbedin- gungen: keine Zwangs- und Kinderarbeit, existenzsichere Löhne und dem Standard ent- momag 394 | september 2021 mostvier tel magazin | 33 W a s s e r i s t L e b e n , i s t G e n u s s , i s t B e w e g u n g . ARDAGGER STIFT 30, 07479 60654, 0650 2007405 hermannneu@aon.at | www.neu-garten.at Einfahrten Terrassen Steinmauern Riesige Auswahl an Natursteinen! Österreichische Qualitätsware

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