momag 394 | SEPTEMBER 2021

rend. Flucht. Jeder von uns hat seine eigene Fluchtgeschichte. Darauf möchte der Petzenkirchner Dietmar Gnedt in seinem Roman „Durchreisende“ aufmerksam machen und hält damit der Gesellschaft schonungslos den Spiegel vors Gesicht. interview: doris schleifer-höderl  gesellschaft Y oga bereichert alle auf andere Weise und darf für jede und jeden etwas anderes bedeuten. Unabhängig von Alter, Beweglichkeit oder Kondition kann es von allen praktiziert werden. Was auch immer du suchst – komm‘ mit auf eine spannende Reise zu dir selbst! Wenn Geist und Körper sich über die Atmung ver- binden, wenn du die Form, den Ablauf spürst anstatt zu denken, dann erlebst du, was es bedeutet im Fluss zu sein. Durch Yoga, Meditation, Atemübungen und Tiefenentspannung kehrst du voll und ganz in deine Kraft zurück. £ Zurück in deine Kraft Kundalini Yoga. Dein Herz öffnet sich. Und deiner Seele wachsen Flügel... Zentrum zum Wohle des Ganzen Arthur-Krupp-Straße 7 3300 Amstetten www.zumwohledesganzen.at colourbox.com werbung termine | montags ab 13.9., 18–19.30h Anmeldungen bei Nina Rücklinger: 0676 889064042 Zentrum Zum Wohle des Ganzen . Zentru Zum Wohle des Ganze   Im Gespräch: Für Dietmar Gnedt sind Bildung und Kunst zwei wichtige Faktoren, Menschen Weltoffenheit näher zu bringen und Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Belang vieles zum Positiven zu verändern – eine Heraus- forderung, der wir uns unbe- dingt stellen sollten, stellen müssen. Gelingt uns das nicht, dann werden andere diese Chance für sich nutzen. Die neue Erstarkung der Natio- nalisten ist nicht zu leugnen und brandgefährlich. Wie entscheidend ist die Frage „woher komme ich, wohin gehe ich“ für jeden von uns? Das ist DIE entscheidende Frage, weil sie uns in un- serer weiteren Entwicklung unterstützt. Wenn immer al- les nur „happy life“ ist, dann bringt dich das persönlich nicht weiter. Da wirst du nur träge, stumpfst ab und lie- ferst dich dem System mit Haut und Haar, ohne Wenn und Aber aus. Deshalb sind für mich etwa Bildung und Kunst zwei extrem wichtige Faktoren, Menschen Weltof- fenheit näherzubringen und Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Warum macht die Gesellschaft auch im 21. Jahrhundert noch immer einen Unterschied zwischen „Hiesigen“ und „Dosigen“? Weil es einfach und bequem ist. Da braucht man sich nicht anzustrengen, kann weiter raunzen und jammern. Da kann man „Andere“ als Ge- fahr ansehen und für alle Un- zulänglichkeiten, die beste- hen, verantwortlich machen. Sich mit seinem Gegenüber auseinanderzusetzen, würde ja bedeuten, auf ihn zuzu- gehen, sich für ihn zu inte- ressieren. Da muss ich aber aktiv werden – für manche eben eine sehr ungemütliche Angelegenheit, da müssten sie ihre Komfortzone verlas- sen. Viele vertreten auch die Meinung, wenn Menschen aus anderen Kulturkreisen zu uns kommen, dann ha- ben die verdammt noch mal die Pflicht, sich unterzuord- nen. Und die haben auch den Mund zu halten und sollen froh sein, dass sie hier sein können. Wäre es nicht viel mehr an der Zeit, Rahmenbe- dingungen zu schaffen, um allen ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen – in einem Miteinander auf Au- genhöhe? Das Neoliberale momag 394 | september 2021

RkJQdWJsaXNoZXIy NjM5MzY=