momag 397 | WINTER 2021/22

en Welle im November 2020, wurden auch bei der jetzigen Welle viel zu spät erst wirksame und gezielte Maßnahmen gesetzt. Die Testanzahl zu erhöhen ist an und für sich richtig. Nur darf man dann auch nicht über- rascht sein, wenn dadurch stark steigende Fallzahlen festgestellt werden. Wo aber blieben – außer viel zu testen und den Glau- ben an die Wirksamkeit der Impfung zu fördern – die Maßnahmen zur Verhinde- rung des derzeitigen Fälle- Hochs? Bereits Anfang Sep- tember zeichnete sich ein Wiederanstieg der Positivrate von 1% in Richtung 2% ab. Aber das war ja noch nicht tragisch: 1,5% Positivrate und hier schon 200.000 bis 300.000 Tests pro Tag erga- ben ja nur 3.000 bis 4.500 neue Fälle pro Tag – und vor allem haben wir ja noch die so wirksame Impfung! Als dann doch Panik auf- kommt und wir die Testan- zahl auf den Rekordwert von 700.000 pro Tag erhöhen, haben wir plötzlich die Ka- tastrophe mit 13.000 Fällen pro Tag! Positivrate: 1,85%. Schuldzuweisung und Spaltung Die zu spät festgestellten steigenden Fallzahlen füh- Diskurs? Darf man kritische Fragen noch stellen oder ist man dann ein Schwurbler, Aluhutträger, Rechtsradikaler? Nur mal so dahingefragt... Warum gilt man bei einer Zeckenimpfung gleich nach der Impfung als geimpft und bei der Behandlung mit einem Corona-„Impfstoff“ erst nach 10 Tagen? Wird durch das Zusperren in der Adventzeit gewollt der Umsatz von den mittelständischen Unternehmen zu Online-Konzernen und Supermärkten gelenkt? Warum werden bei der Berechnung der Inzidenz die „Fallzahlen“ nicht ins Verhältnis zur Anzahl der Tests gesetzt?  Warum wird das Versagen eines Medikaments denen angelastet, die es nicht genommen haben? Warum müssen die gleichen Leute, die im Wirtshaus ohne Maske beisammen sind, im Geschäft nebenan eine tragen? Sind diejenigen glaubwürdig, deren Medienkompetenz sich auf ORF und Krone beschränkt, oder jene, die zusätzlich viele andere Quellen mit einschließen? Ist es die Aufgabe der Ungeimpften, die Geimpften zu schützen, oder ist das die Aufgabe des Impfstoffs? Selbst ein sich selbstversorgender, genesener Eremit in verlassener Berggegend ohne Kontakt zur Außenwelt soll einen experimentellen Impfstoff injiziert bekommen, wenn er nicht Bußgeld, womöglich Beugehaft oder unmittelbaren Zwang riskieren will. Und das soll was genau sein? Gesundheitsschutz? Warum müssen Geimpfte eine Maske tragen, wo sie doch „immunisiert“ sind? Gibt es eine Untersuchung, wie viele sich aus gesundheitlichen Gründen impfen ließen und wie viele, um Repressalien zu entgehen? Ist die Pandemie vorbei, wenn man zu testen aufhört und den Fernseher abdreht? »Welche Gefahr für eine Infektion geht von Geimpften aus, die sich sicher fühlen und nicht getestet werden?« ren zur Suche nach Schuldi- gen – die nicht Geimpften – und zur Spaltung der Gesell- schaft; zu Panikmaßnahmen und Wegsperren von „nicht Geimpften“. Zwangsmaßnahmen zur Erhöhung der Impfrate wer- den gesetzt, obwohl bereits bekannt ist, dass die Impfung von werner fally Sind normale Geschäfte des Mittelstands mit wenig Frequenz virenverseucht, aber Supermärkte nicht? illustration: maria mar tina lang  politik momag 397 | winter 2021/22 16 | mostvier tel magazin

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