momag 397 | WINTER 2021/22

Geht ned, und insbesondere durch Arnold Schwarzenegger ist Max Zehethofer bereits seit mehr als 30 Jahren diesem Sport treu. In dieser langen sportlichen Karriere lernte er verschie- dene Trainingsareale kennen, doch nur wenige waren für seine Ausrichtung, das Po- werlifting, richtig gerüstet. Wenn 412 kg an Gewicht bei der Kniebeuge oder 355 kg beim Kreuzheben bewegt werden sollen, muss auch das Material der Stange und der Gewichte passen. Also er- füllte sich Markus zusammen mit seiner Frau Elbisa den Traum vom eigenen Studio. Seit Oktober 2020 ist das „PowerMax“ in seiner derzei- tigen Form geöffnet. Obwohl das Studio für das Training für Powerlifting gut ausge- stattet ist, ist es keineswegs nur für Spitzensportler da, sondern für alle Menschen. Markus unterstreicht: „Wich- tig ist mir, dass die Vorurteile abgebaut werden, die das Krafttraining betreffen. Jeder Ausdauerathlet weiß, dass ohne Muskelaufbau nichts geht.“ Wie wichtig Sport und Training sein können, erlebte der Bodybuilder am eigenen Körper: Lebensgefährliche Situation Knapp ein Monat nach der Eröffnung des „PowerMax“, im November 2020, erkrankte Markus Zehethofer an einer D ie Corona-Pandemie betrifft uns als Gesell- schaft nun schon mehr als 20 Monate lang. Viele durch die verschiedenen Maßnah- men eher indirekt, manche durch eine Infektion auch direkt. Was für die einen ein harmloser Schnupfen ist, entwickelt sich für andere lebensbedrohlich. So auch für den 46-Jährigen Mar- kus „Max“ Zehethofer. Der professionelle Powerlif ter und Bodybuilder betreibt seit 2018 sein eigenes Fit- nessstudio in Strengberg. Die Begeisterung dafür kam schon in frühen Jahren. In- spiriert durch diverse Filme »Krafttraining ist für jeden möglich.« von ylva hintersteiner oliver gratzer markus zehethofer mostviertorial Feel the Rhythm peter brandstetter | Petzenkirchen peter@momag.at D ie Natur hat Jahreszeiten. Sie kennt Zeiten des Reinbuddelns, des Auspowerns, Zeiten der Pracht und der Blüte und sie kennt Zeiten des Durchatmens und Kraftsammelns. Wer mit der Natur arbeitet, kennt diesen Kreislauf noch. Viele andere – die meisten von uns – haben ihn vergessen und verlernt. Fast immer geht es gleichmäßig weiter, oft mit Volldampf, unter Druck. Dabei sind sowohl die Gleichförmigkeit als auch konstanter Druck schädlich. Rhythmus ist Leben! Wer schon mal einen ordentlichen Tanzabend in ei- ner Disco verbracht hat, weiß, dass es Phasen gibt, wo die Beats schnell sind und dann gibt’s die Zeit der L’amour- Hatscher. Immer nur im ungelernten Slow-Fox dahintapsen macht wenig Spaß, es braucht auch mal Speed. So braucht jeder Tag seinen Rhythmus. Das Starten, die Power-Phasen, Peri- oden des Auspendelns und Erholens und die Zeit des Runterkommens. 14 Stunden mit hundertzwanzig Prozent und dann halbtot ins Bett fallen, das ist weder produktiv noch gescheit. Wirtschaft ist Atmen! Auch Unter- nehmen haben Zyklen. Es gibt die Perioden des Nachdenkens, des Tüf- telns und Ausprobierens; und es gibt die Zeit des Umsetzens, Bauens und Werkens. Beides braucht ’s für den Erfolg. Gute Ideen entstehen beim Tratschen in der Werkstatt oder bei einem Kaffee auf der Hausbank in der Wintersonne. Konzentration auf das Wichtige! Für viele ist es schwer, zwei Stun- den konzentriert an einem Stück zu arbeiten. Unterbrechungen und Ab- lenkungen stören den Fluss. Am Ende macht sich Frustration breit: Viel En- ergieverbrauch und gefühlt wenig Output. Es braucht auch den Fokus aufs Nichtstun. Besser vier Stunden konzentriert an einem Thema und zwei für den Spaziergang im Wald; das ist effizienter als zehn Stunden chaotisches Tun. Der Winter ist perfekt für alles: für konzentriertes Arbeiten, für Ent- spannung und Fokus. Probieren Sie einen Nachtspaziergang durch die Nachbarschaft! Mit den Sinnen of- fen für Lichter, Gerüche und Sounds. Probieren Sie und genießen Sie das Mostviertel. £ Fünf Monate lang hing das Leben des Mostviertlers an einem seidenen Faden.  momag 397 | winter 2021/22 4 | mostvier tel magazin

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