momag 397 | WINTER 2021/22

feneren Persönlichkeit war. „Jeder darf das für sich selbst entscheiden. Manche sind selbst überrascht, wie gut so ein Unternehmerteam für sie passt, weil viele ein regelrechtes Aufleben der eigenen Person bemerken.“ Was bringt’s mir? Die regionale Vernetzung ist so hochwertig, dass es kaum zu übertreffen ist. Da- durch, dass viel und regelmä- ßig genetzwerkt wird, weiß man auch schon, wen man weiterempfiehlt. „Trotzdem gibt man auch Vorschuss- Lorbeeren“, erzählt Gerlinde Gründling. Aber das Netz- werk ist eine erste Garan- tie, eine Empfehlung guten Gewissens aussprechen zu können. Mit der Dauer der Mitgliedschaft zeigt sich na- türlich, was Sache ist. Wenn sich jemand seinen Kunden oder Kundinnen gegenüber nicht so verhält, wie es den BNI-Grundsätzen entspricht, dann kann das im Worst Case auch zum Ausschluss aus der Gruppe führen. Als wir am Treffen im Chap- ter Kompetenz teilnehmen, wird Harald Ecker angelobt. Das neue Mitglied bestätigt hier, dass es seine Dienstlei- stungen und Produkte stets in der zugesagten Qualität liefern wird. Darüber hinaus werden die eigene Aufrich- tigkeit, Vertrauensförderung, verbindliche Kontaktaufnah- me bei Empfehlungen, Ach- tung und Einhaltung des Eh- renkodex des eigenen Berufs, Hilfsbereitschaft sowie posi- tive Einstellung betont. Das Netzwerk ist Garant dafür, dass das auch eingehalten wird. Der Grundsatz „Wer gibt, gewinnt“ sollte, wie wir im Voller Werte Austausch. Im Leben geht’s immer ums Geben und Nehmen W ährend die einen meinen, Erfolg bestünde aus Kon- kurrenzdenken, Ellenbogen- technik und „nur die Harten kommen durch“, so verfol- gen andere menschlich be- reichernde Zugänge, die auch fürs Geschäft gewinnbringend sind, wie zahlreiche Mitglieder bni hungen entstehen durch Be- gegnung und Gespräch. Durch die regelmäßigen Treffen ent- stehen geschäftliche Kontakte und Empfehlungen, aber auch Freundschaften, die durch dick und dünn gehen. So ein Netz- werk geht weit übers Geschäft- liche hinaus.“ Die Grundphilo- schon in Indien, New York oder auf Mallorca als Gäste bei an- deren Chaptern. Nachdem sich alle am Buf- fet ihr Frühstück geholt haben, präsentiert jedes Mitglied in 60 Sekunden sein Unterneh- men. Im Anschluss hat eines der Mitglieder die Möglichkeit  Online-Meetings (links) bieten Alternativen, wenn persönliche Treffen (rechts) nicht möglich sind.  der BNI -Unternehmergrup- pen im Mostviertel unisono im Gespräch mit dem momag bestätigen. Steter Tropfen Für viele mag es abschreckend klingen: jede Woche ein fixer Termin, zeitig aufstehen, Fern- bleiben wird sanktioniert, und dann auch noch ein jährlicher Mitgliedsbeitrag! Doch das Sys- tem wird auf der ganzen Welt erfolgreich praktiziert. Empfeh- lungsmarketing wird hier auf eine hochgradig professionelle und strukturierte Weise betrie- ben. Gerhard Kriszt, der BNI in Niederösterreich begründete, bestätigt mit Freude: „Bezie- sophie – „Wer gibt, gewinnt“ – hat Kriszt von Anfang an begeistert. „Es ist ganz ein- fach: Ich helfe anderen, und mir wird geholfen.“ Thomas Knapp, der als Regionaldirektor für die Region Mostviertel im Einsatz ist, betont: „Tradition und Innovation, Verantwort- lichkeit, lebenslanges Lernen sind Kernwerte von BNI.“ In jeder Unternehmergruppe ist jedes Gewerk nur ein Mal vertreten. Bei den Treffen wird nichts dem Zufall überlassen, sie laufen Woche für Woche sehr ähnlich ab, und das nicht nur im Mostviertel, sondern überall auf der Welt – manche Mostviertler Mitglieder waren einer 10-Minuten-Präsentation. Als nächster Punkt auf der Ta- gesordnung werden Umsätze, Empfehlungen, Vier-Augen-Ge- spräche und andere Beiträge zum Funktionieren des Netzwerks vorgetragen und dokumentiert. Vier-Augen-Gespräche sind wichtige Tools, um die anderen Mitglieder, ihre Philosophie und Ideen und ihre Unternehmen so gut kennenzulernen, um sie passend weiterempfehlen zu können. Dazu gehört es auch, zu wissen, was ein Unterneh- men nicht oder nicht so ger- ne macht. Qualität und Zuverlässigkeit sind Ansprüche, die auch in den BNI-Unternehmergruppen eine zentrale Rolle spielen. Durch den konstanten Austausch und die immer wiederkehrende Zu- sammenarbeit der Gewerke untereinander, auch chapter­ übergreifend, ist eine Routi- ne im Miteinander gegeben, die auch den Kundinnen und Kunden der einzelnen Unter- nehmen zugute kommt. £ michie könig  Gerhard Kriszt brachte BNI nach Niederösterreich. michie könig »Ich war damals fasziniert, dass es auch im Geschäftsumfeld etwas gibt, das so professionell ausgelegt ist und auf Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Zusammenhalt basiert.« Gerhard Kriszt momag 397 | winter 2021/22 46 | mostvier tel magazin

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