momag 398 | Februar 2022

Öffentliche Si und Ord also jede Person zusätzlich zu den gesellschaftlichen Problemen vor einem per- sönlichen Dilemma, beson- ders dann, wenn das Umfeld die eigene Einstellung nicht gutheißt bis hin zu nicht to- leriert. Manchmal ist so eine Person dann als Teilnehmerin auf einer Demo, einem Spa- ziergang, einer Mahnwache. Oder sie ist auch dort anwe- send – aber beruflich: als Polizistin. Begegnung der Energien Obwohl es – gottlob! – nicht die Regel ist, liegen dem momag Erfahrungsberichte vor, welche bei Betroffenen Ohnmachtsgefühle hervorru- fen. Aufgrund der eingangs erwähnten Umstände wurde sämtlichen Gesprächspartne- rinnen und -partnern Anony- mität zugesichert; die Namen sind der Redaktion bekannt. Mitte Dezember nahm ein etwas über 60-jähriger Mostviertler in Wien an der aufgrund der Lockdowns, der 2G-Regel oder der Impfung wackelt, weitere sehen ihre Rechte und die Demokratie unter Beschuss. Jeder spürt ihn: diesen Druck, der von vielen Seiten entsteht. Der Umgang damit ist nichts, das wir von Kind auf gelernt hätten – seit ei- ner gefühlten Ewigkeit gab es in unserem Land keine ähnliche Ausnahmesituation, oder etwas Vergleichbares von so langer Dauer. Es steht »Unter jeder Polizeiuniform steckt ein Mensch. Mit Herz, mit Familie, mit Freunden. Ein Mensch, der sich genauso sorgt wie wir alle. Für sie ist das, was augenblicklich stattfindet, alles andere als angenehm. Selbes gilt für die Menschen, die an den Demos teilnehmen.« colourbox.com | ints vikmanis michie könig Mahnwachen, Spaziergänge, Demos finden seit bald zwei Jahren auch in kleineren Städten und Orten immer häufiger statt.  werner fally | Hollenstein/Ybbs momag Herausgeber, werner@momag.at S eit ich nicht mehr rauche, kämpfe ich noch mehr mit dem Gewicht als vorher schon, immer ein paar Kilo zu viel trotz Sport und Bewegung. Wahrscheinlich tappe ich zu oft in die Zuckerfalle, achte aber grundsätzlich schon sehr auf gesunde Ernährung, habe Blutwerte wie ein 25-Jähriger, obwohl mehr als doppelt so alt. Mi- neralstoffe, Spurenelemente und Vi- taminwerte – alles im grünen Bereich. Die Corona-Infektion habe ich über- lebt. Was bei einer Überlebensrate von 370 zu 1 in meiner Altersgrup- pe (Stanford Studie) und ohne Vor­ erkrankung zu erwarten war. Für mich war’s ähnlich einer „Männergrippe“. Drei Tage lang 39 Grad Fieber zeigte, dass mein Körper gegen einen Erreger angeht. Danach zehn Tage lang abge- schlagen, aber fieberfrei. Als rechts- rechter Verschwörungsschwurbler war ich natürlich nicht testen und, für mich selbstverständlich, behan- delte ich diesen grippalen Infekt wie sonst auch immer: mit Überhitzungs- bädern und Kräutertee. Keine künst- lichen Medikamente. Nach 14 Tagen wieder vollkommen gesund. Erst ein Blutbild drei Wochen danach brach- te zutage, dass es wohl ein Corona- virus war. Die Seuche! Naja, soll sein. Jedenfalls ist dies für mich ein Zei- chen, dass ich keine Impfung dagegen benötige. – Schon gar nicht Mück- steins experimentelles Gen-Jaukerl. Die seinerzeit von Sebastian für mich bestellten Dosen darf sich Mücke so- mit gerne selber zuführen, gerne auch rektal, wenn er das denn möchte. Ich brauch’s ja eh nicht. Ist es interessant, ob meine Er- krankung nun die Omikron-, Alpha-, Beta- oder Sonstwas-Variante war? Für mich nicht, mir ist das eigent- lich „Öpfi“ – auf gut Mostviertlerisch. Und den Genesenen-Wisch von La- bor und Arzt zeige ich auch keinem mehr, weil das keinen was angeht, finde ich. Und überhaupt – den all- gemein praktizierten Irrsinn gegen- über gesunden Menschen betreffend: #ichmachdanichtmit Dazu passend stellt sich aktuell die Frage, ob das momag verboten werden sollte. Denn Medien, wo jeder sagt was er denkt, gefährden ja massiv die De- mokratie – sagt der verhaltensauffällige Herr Nationalratspräsident. Na dann: Gute Nacht und viel Glück... £ quer gedacht Ich: ein Opfer der Seuche D ie aktuellen Entwick- lungen rufen in vielen Menschen Sorgen hervor, die verschiedenste Facetten annehmen. Manche fürchten sich vor einer Ansteckung mit dem Virus, vor schwerer Krankheit, vor dem Tod. An- dere wiederum haben exis- tenzielle Ängste, da ihr Job 18 | mostvier tel magazin

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