26.01.2016 0 Kommentare

Erhaltenswert: Schüler der HLUW Yspertal wollen seltene Mostbirne ins Rampenlicht stellen.

Die Diplomanden Sascha Gratzl, Elisabeth Weber und Sebastian Sedlatschek von der HLUW Yspertal wollen der seltenen Rohregger Mostbirne wieder eine Chance geben. Foto: HLUW Yspertal

Die Diplomanden Sascha Gratzl, Elisabeth Weber und Sebastian Sedlatschek von der HLUW Yspertal wollen der seltenen Rorregger Mostbirne wieder eine Chance geben. Foto: HLUW Yspertal

Drei Schüler der HLUW Yspertal wollen im Zuge ihrer Diplimarbeit die selten gewordene Rorregger Mostbirne im Rahmen der NÖ Landesaustellung 2017 in Pöggstall wieder in das regionale Bewusstsein rücken.

An der Höheren Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft in Yspertal arbeiten die Schüler der fünften Klassen derzeit an ihren Diplomarbeiten. Eine Diplomarbeit überzeugt durch ganz besondere regionale Erkenntnisse. Unter dem Titel „Die Rorregger Mostbirne und Schneckenbirne – zwei vom Aussterben bedrohte Birnensorten“ beschäftigen sich die Diplomanden Elisabeth Weber, Sascha Gratzl und Sebastian Sedlatschek mit einer mittlerweile sehr selten gewordenen Birnensorte des Yspertals. Im Zuge der Landesausstellung 2017 in Pöggstall soll die Rorregger Mostbirne als regionaltypische Sorte ins Rampenlicht gerückt werden, wobei die Schüler tatkräftig von Professoren und den Bewohnern im Yspertal unterstützt wurden.

Rorregger Mostbirne hat lange Tradition im Yspertal

Die Standorte der noch existierenden Bäume werden verzeichnet und kartiert, von den  Mutterbäumen werden Edelreiser gewonnen und in weiter Folge 100 Sämlingsunterlagen mit Rorregger Mostbirnen von verschiedenen Standorten veredelt. Die Rorregger Mostbirne hat im Yspertal eine sehr lange Tradition als Most- und Schnapsbirne, geriet jedoch immer mehr in Vergessenheit und auch die Anzahl der Bäume hat sich im Laufe der Jahre dezimiert. Um die Nutzung und damit die Bedeutung dieser Sorte wieder aufzuwerten, wurde neben Jungbäumen auch reinsortiger Gärmost produziert und ein Marketingkonzept für das Produkt erstellt. Damit soll ein möglicher Absatzmarkt für den Most gefunden werden. Mit Hilfe einer Marktanalyse betreffend der Nachfrage nach regionalen und biologischen Produkten, die in Kooperation mit dem Kaufmann Ewald Ballwein, Uni-Markt Yspertal, durchgeführt wurde, konnten die Schüler aufzeigen, dass es auf diesem Gebiet noch Kapazitäten gibt. Regionale Produkte wurden in den letzten Jahren immer beliebter und gefragter als biologische oder herkömmliche.

Bedarf an regionalen Produkten aufzeigen

Mit der Diplomarbeit soll also nicht nur der Rorregger Mostbirne zu mehr Vorkommen verholfen werden, auch der Bedarf an regionalen und biologischen landwirtschaftlichen Produkten wird aufgezeigt. Elisabeth Weber: „Mir hat diese Arbeit wahnsinnigen Spaß gemacht. Nicht nur, dass man allein an einer wissenschaftlichen Arbeit arbeitet, auch der Kontakt zu den Bewohnern im Yspertal und die zahlreichen Recherchen zu allerlei Themen waren sehr lehrreich, und ich hoffe, dass wir einen Teil dazu beitragen können, dass die Rorregger Mostbirne im Yspertal auch in Zukunft erhalten bleibt und als regionale Besonderheit obstbaulich genutzt wird.“

info | www.hluwyspertal.ac.at

Rubrik:: Mostviertel

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