09.02.2021

Fasching 2020

Wir dan den Fasching recht gern meg‘n,
weil do kinnma 1x im Jahr unsere Masken abgeben.
Wir san lustig, dan bledialn und lassen raus die Sau,
weils guat tuat, manchmal zu verlassen unseren beengenden Bau.
Der Bau is a Käfig wo unsere inneren Kinder san eingesperrt.
S‘ganze Jahr über, sitzen‘s da drinnen und tun „was se sagn und was se ghead“

 

Nun zeigt der Fasching sein wahres Gesicht,
denn er lässt uns feiern heuer nicht.
Wir Faschingsnarren sitzen zuhause,
müssen auch zuhause lassen im Kopf unsere Flausen.
Auch „unsere Masken“ dürfen wir dieses Jahr nicht ablegen,
nein, sondern gleich noch eine Einweg-oder FFP2Maske darüber geben.
„Einweg“ steht für, ein Weg, dem Menschen abgewöhnen zu lachen,
man selbst zu sein und lustige Dinge machen,
aber auch die Menschheit untertänig und hörig zu machen.
So wird uns immer mehr und mehr vergehen das Lachen,
wenn wir weiter nichts tun, tatenlos zusehen und alles über uns ergehen lassen,
anstatt uns die Hände zu reichen und was entstehen lassen.

 

Dafür haben DIE leicht lachen,
die das ganze haben erschaffen,
und sich somit ins Fäustchen lachen,
weil die meisten sich nicht wehren und eh nichts machen.
Hauptsache die „Marie“ rieselt in Massen,
jo do dans wieder klingeln die Kassen,
des Geld dann fesch kinnans verbrassen,
während’s neue Maßnahmen und Pflichten verfassen
während de Menschenmassen, unabhängig der Hautfarbe und Rassen,
sitzen daheim ganz verlassen,
vorm Fernseher, dass‘ jo nix verpassen,
und trauen se vielfach nimma raus auf de Strassen,

 

Die Mehrheit hod es nu ned gecheckt,
wer und was hinter diesem „Fasching“ steckt.
mit Nähvorlagen für Mundschutzmasken hat es angefangen
damit jo ned zfü aus unseren Mündern kann gelangen.
Jo ned aufmuckn und jo nix sagen,
damits di jo ned haum beim Kragen.
Heuer ist Fasching ohne Faschingsnarrenwagen,
denn alle samma hörig und tuan es nicht wagen,
wir selbst zu sein,uns zu wehren, unsere Meinung zu sagen.
Ois glauben und scho gar ned was nochi fragen
Wie Marionetten hörig zu allem Ja und Amen zu sagen,
sunst  sans eh glei hinter dir her und tuan di jagen.

 

Heuer „gewinnen“ nicht diejenigen mit der besten Kostümierung,
sondern die, die den Mund halten und kuschen vor der Regierung.

 

Es gibt auch zu gewinnen keine Preise,
denn wir sitzen zuhaus‘ alleine oder im Familienkreise
unheimlich ist’s, ganz  still und leise,
nein es ist nicht dieses besinnliche vom Advent,
es ist nicht die Wärme einer brennenden Kerze wie man es kennt,
es ist das Feuer am Dach das lichterloh brennt.

 

Ich les’meine eigenen Zeilen, während ich da so lieg‘,
ein Schaudern, es erinnert an einen kalten Krieg.
Es ist ein Krieg ohne Waffengewalt,
der zwischenmenschlich vergrößert den Spalt.

 

So wichtig ist jetzt  der Zusammenhalt,
FFP2 = FürFreiheitPandemie2.020

-Michaela Hochwallner

Rubrik:: Lesermeinung

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