15.05.2019 0 Kommentare

Filmzuckerl: Mabacher – #ungebrochen

Filmzuckerl-Auswärtsspiel in Kooperation mit dem Kulturverein Frikulum. Im Anschluss: Publikumsgespräch mit Stefan Katzensteiner, dem ehemaligen Betreuer von Martin Habacher.

Samstag , 18. Mai 2019, 20.30 Uhr, im Bertholdsaal Weyer

Land: Österreich | Jahr: 2017 | Laufzeit: 80 Minuten

Regie & Buch: Stefan Wolner| Kamera: Viktor Schaider

 

ZUM FILM: Martin Habacher kam 1977 mit der Glasknochenkrankheit zur Welt. Doch die körperliche Zerbrechlichkeit des kleinwüchsigen Oberösterreichers machte ihn letztendlich zu einer stärkeren Persönlichkeit, als man auf den ersten Blick erwartet hätte. Auf vehemente und doch humorvolle Art und Weise trat er als „der kleinste YouTuber der Welt“ für die anliegen von Menschen mit Behinderungen ein. Habacher forderte Toleranz und brach Barrieren auf – im Alltag und in den Köpfen der Menschen. „Mabacher – #ungebrochen“ dokumentiert ein Leben, dem Grenzen gesetzt waren und porträtiert einen Menschen, der bereit war, diese auf ebenso vehemente wie humorvolle Art und Weise aufzubrechen. Mitten in den Vorbereitungen zum Kinostart von „Mabacher – #ungebrochen“ verstarb der Protagonist des Films unerwartet am 20. Jänner 2019. Dieser Film ist ihm gewidmet.

Die Ärzte haben Martin Habachers Eltern damals mitgeteilt, dass er den Tag der Geburt nicht überleben würde. „Er sagte zu mir ‚Ich bin tot, aber trotzdem da’, da wusste ich, ich muss diesen Film machen“, erzählt Regisseur und Produzent Stefan Wolner. Die Idee zu „Mabacher – #ungebrochen“ entstand bereits 2010 bei den Dreharbeiten zum Kurzfilm „Goldfisch99“ mit Franziska Weisz sowie Martin Habacher in der zweiten Hauptrolle. „Wir mussten in einem Büro drehen. Die Location war nicht barrierefrei. Im Eingangsbereich gab es Stufen, aber keine Rampe. Letztendlich mussten wir Martin hineintragen. Eine Situation, die mich zum Nachdenken brachte. Über Barrieren und über Martin“, schildert Stefan Wolner. 2014 fiel dann der Startschuss für die Dreharbeiten zu der Dokumentation, die nicht nur den Horizont des Publikums erweitern sollte. „Ich lernte sehr viel über Martin und darüber, über den Rollstuhl hinwegzusehen. Er zeigte mir auch, dass er nicht der ‚arme Behinderte’ ist, sondern jeden Tag versucht etwas zu verändern. Ich war mir von Anfang an sicher, dass er mit seiner Lebenseinstellung nicht nur mich inspirieren würde“, sagt der Regisseur.

 „Mabacher – #ungebrochen“ wurde mit dem Österreichischen Dokumentarfilmpreis ADA 2018 und dem Publikumspreis des „This Human World“-Filmfestivals 2017 ausgezeichnet.

 Der Verein Filmzuckerl zeigt „Mabacher – #ungebrochen“ in Kooperation mit dem Kulturverein Frikulum am Samstag, 18. Mai 2019, um 20.30 Uhr im Rahmen eines Filmzuckerl-Auswärtsspiels im Bertholdsaal Weyer. In Anschluss an dem Film wird Stefan Katzensteiner, der ehemalige Betreuer von Martin Habacher, für ein Publikumsgespräch zur Verfügung stehen.

Veranstaltungsort: Bertholdsaal Weyer, Oberer Kirchenweg 1, 3335 Weyer

Kartenpreise: 9 Euro regulär, 7 Euro ermäßigt für Nicht-Steuerzahler sowie Filmzuckerl- und Frikulum-Mitglieder
Kartenvorverkauf: www.ntry.at

Information: 0680/110 76 22

www.filmzuckerl.at

www.facebook.com/Filmzuckerl

www.frikulum.at

Rubrik:: Kultur, Panorama

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