28.10.2017 0 Kommentare

Freigabe im Herbst 2020 geplant

Foto: colourbox.de

Was lange währt, wird endlich gut – so scheint es auch in der Causa Umfahrung Wieselburg der Fall zu sein. Dass der Bau endlich in Gang kommt, freut vor allem Wieselburgs Bürgermeister Günther Leichtfried.

„Natürlich gehören nun alle Probleme, die mit der Umfahrung verbunden waren, der Vergangenheit an“, so Leichtfried gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Wir freuen uns, dass endlich per 18. September mit der Errichtung begonnen wurde und ein langjähriges Bemühen dadurch erfolgreich abgeschlossen werden konnte.“

Unterschiedliche Interessen hätten Lösungen verhindert

Vier Jahrzehnte habe es gedauert, weil mehrere Anläufe dazu erforderlich waren. „Anscheinend musste der Druck mit der Verkehrsbelastung im Zentrum unserer Stadt so stark werden, dass eine Lösung unausweichlich wurde“, betont Leichtfried. Ausserdem hätten unterschiedliche Interessen immer eine schnelle Lösung verhindert, und nicht zuletzt auch der endlos lange Fristenlauf im Rahmen des behördlichen Instanzenzuges.

80 Millionen Euro Gesamtkosten für die Landesstraße

Die Gesamtkosten der Umfahrung belaufen sich auf rund 80 Millionen Euro. „Mit Ausnahme der Zuzahlungen bei den Grundablösungen durch die betroffenen Gemeinden – wovon auf die Stadt Wieselburg mit 786.000 Euro der größte Anteil – wird die Summe vom Land Niederösterreich als Bauwerber bezahlt“, erklärt Leichtfried. Die Umfahrungsstraße ist eine Landesstraße. Neben der Stadt Wieselburg sind betroffen die Gemeinden Wieselburg-Land, Bergland und Petzenkirchen.

Weniger Schwer- und Durchzugsverkehr, mehr Verkehrssicherheit für Radfahrer

Bis dato rollt eine Verkehrslawine mit mehr als 16.000 Fahrzeugen pro Tag durch die 4.500 Einwohner zählende Stadt Wieselburg. Mit den umliegenden Gemeinden sind sogar mehr als 12.000 Menschen unmittelbar betroffen. „Als Gewerbe- und Industriestadt sowie als Gemeinde mit vielen Bildungseinrichtungen und als Messestadt haben wir einen starken Ziel-Quellverkehr“, erklärt Bürgermeister Leichtfried. „Trotzdem sind wir sicher, dass der Durchzugsverkehr, wie zu den Wintersportorten im Süden des Bezirks, und der Schwerverkehr ausgelagert werden können, was das Verkehrsaufkommen um etwa die Hälfte reduziert. Nach der Freigabe der Umfahrung, mit der im Herbst 2020 zu rechnen sein wird, erwarte ich mir daher nicht nur eine Verkehrsberuhigung in der Stadt, sondern vor allem auch mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer.“

NÖ Wirtschaftspressedienst, wirtschaftspressedienst.com (dsh), wieselburg.gv.at

Rubrik:: Mostviertel

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