05.07.2017 0 Kommentare

Freiheit und Verantwortung seit 1517 – Reformationsgedenken der evangelischen Kirche in Österreich 

Die evangelische Pfarrgemeinde Amstetten-Waidhofen/Ybbs hat aus Anlass des Gedenkens an die Reformation vor 500 Jahren das Projekt einer handgeschriebenen Bibel gestartet. Ziel ist es, das Neue Testament „abzuschreiben“ und sich natürlich auch mit dessen Inhalt auseinander zu setzen.

Bürgermeisterin Ursula Puchebner übergab ihren Beitrag, den „Ersten Brief des Petrus“ an Kurator-Stellvertreter Hubert Köttritsch. Foto: Privat

Bürgermeisterin Ursula Puchebner übergab ihren Beitrag, den „Ersten Brief des Petrus“ an Kurator-Stellvertreter Hubert Köttritsch.
Foto: Privat

„Das Projekt das bereits vor einem Jahr gestartet wurde macht Fortschritte, ca. zwei Drittel der Kapitel des Neuen Testamentes der Lutherbibel in der überarbeiteten Fassung von 1984 sind bereits geschrieben“, berichtet der evangelische Pfarrer Siegfried Kolck-Thudt vor wenigen Tagen. Das Werk ist nun um ein weiteres Kapitel im Umfang gewachsen. Bürgermeisterin Ursula Puchebner übergab ihren Beitrag, den „Ersten Brief des Petrus“ an Kurator-Stellvertreter Hubert Köttritsch.

„Es freut mich, dass ich einen Beitrag zur handgeschriebenen Lutherbibel leisten durfte“, so Bürgermeisterin Ursula Puchebner, bei der Übergabe ihres handgeschriebenen Kapitels, die überzeugt ist, dass Luthers Bibelübersetzung nicht nur den deutschen Protestantismus sondern auch die Geschichte der deutschen Sprache und Literatur wesentlich geprägt hat. Wichtig ist für Amstettens Bürgermeisterin aber auch, der Gedanke der Ökumene, dass man gemeinsam, über Religionsgrenzen hinweg, die handgeschriebene Bibel verfasst.

Alle interessierten Personen, gleich welcher Konfession, sind eingeladen an dem Projekt teilzunehmen. Die Auseinandersetzung mit Inhalten gelingt beim Schreiben eines Textes immer stärker als beim reinen Lesen, ein Grundprinzip, das auch im traditionellen Schulunterricht genutzt wird. Existenzielle Erfahrungen, Hoffnung und Zweifel, Trauer und Trost unzähliger Generationen spiegeln sich im „Buch der Bücher”. Die Bibel als Literatur und als Träger von Botschaften selbst neu zu entdecken ist eine Zielsetzung des Projektes „Handschriftenbibel“. Darüber hinaus ist die Pflege der Kulturtechnik des handschriftlichen Schreibens gerade in unserer heutigen Zeit eine weitere Herausforderung. Interessierte können sich an dem Projekt via evangam@gmx.at beteiligen.

info | Hubert Köttritsch, Kurator-Stv. der Evang. Gemeinde Amstetten-Waidhofen/Ybbs, hubert.koettritsch@aon.at, 0664 3423459, 07472 68317

Rubrik:: Mostviertel

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