20.01.2018 0 Kommentare

Geschichtsunterricht aus erster Hand

vorne: Katharina Fuchsluger, Adelinde Wieser, Sarah Steinlesberger;
hinten: Bianca Mircea, Dir. Anita Schorn, Dipl. Päd. Ingrid Rabensteiner, Patrick Gschwentner

Am Mittwoch, den 17. Jänner hatte die 2. Klasse der Fachschule für Sozialberufe in Gleiß die Möglichkeit, Alltagsgeschichte „hautnah“, aus der Perspektive einer Zeitzeugin zu erfahren. Adelinde Wieser, 1935 in Hausmening geboren und nun Bewohnerin des angrenzenden „Betreuten Wohnens“, nahm sich Zeit, um aus ihrem bewegten Leben zu erzählen. Besonders beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen von ihren Kindheitserlebnissen während des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit. So schilderte sie unter anderem, wie sie vor Bombenangriffen und Tiefflieger Schutz suchen musste, die Schulklasse nur mit einem Holzofen geheizt wurde und die Schüler immer wieder Platz wechseln mussten, damit alle einmal in der Nähe des Ofens sitzen konnten oder  welche Bedeutung in dieser Zeit ein Stück Brot oder eine Kartoffel hatten. Zu ihrer persönlichen Geschichte legte sie Zeitungsartikel dazu, die beschreiben, wie Nationalsozialismus und Krieg Amstetten und Umgebung prägten. Beispielsweise zeigten Fotos die Zerstörung durch Bombenangriffe aber auch die KZ Außenlager, die in Amstetten und Umgebung standen und Teil der nationalsozialistischen Todesmaschinerie waren.

Den Schülerinnen bot die Begegnung mit Wiesers Lebensgeschichte neue Sichtweisen und die Möglichkeit zur Auseinandersetzung wie Weltgeschichte in der lokalen Geschichte sichtbar wird.

Bildungszentrum Gleiß, gleiss.or.at

Rubrik:: Mostviertel

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