02.05.2016 0 Kommentare

Gesundheitsbetriebe wollen in Zukunft noch mehr auf Prävention setzen

Für die 143 niederösterreichischen Gesundheitsbetriebe, die rund 3.500 Mitarbeiter beschäftigen, stehen die Vorsorge und Vermeidung von Erkrankungen im Fokus. „In den letzten Jahren ist in Österreich vor allem die Zahl der Rehabilitationsaufenthalte gestiegen“, teilt Karin Weißenböck, die Fachgruppenobfrau in der NÖ Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Das Ziel der Gesundheitspolitik sei es jedoch, die Präventionsmaßnahmen zu forcieren.

Foto: colourbox.de

Foto: colourbox.de

Deshalb will die Pensionsversicherungsanstalt in Zukunft großes Gewicht auf das neue Angebot „Gesundheitsvorsorge aktiv“ legen. Dabei spielen Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit eine große Rolle. „Dieser ganzheitliche Ansatz spiegelt sich auch in den Behandlungsprogrammen unserer Mitgliedsbetriebe wider. Wichtig dabei ist, dass die Präventionsmaßnahmen rechtzeitig beginnen, um Erkrankungen und damit verbundene Spätfolgen zu vermeiden“, etont Weißenböck. Dass die Lebenserwartung weiter steige, sei zwar sehr erfreulich, jedoch sollten die Menschen bei guter Gesundheit länger leben. „Damit ist natürlich auch eine persönliche Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit verbunden“, erklärt Karin Weißenböck. Neben Ambulatorien, Pensionisten- und Pflegeheimen leisten auch die Gesundheitsbetriebe einen wesentlich Beitrag zur Gesundheitsversorgung. „Auch im Vorjahr haben wir rund 1,2 Millionen Nächtigungen in unseren Häusern verzeichnen können“, so Weißenböck. Das Geschäftsjahr 2015 sei zufriedenstellend verlaufen, heuer rechne man mit keinen großen Abweichungen. Als Herausforderung nennt die Wirtschaftskammer-Funktionärin, auch in Zukunft auf gut ausgebildetes Personal zurückgreifen zu können. In einigen Bereichen, wie etwa der Pflege, sei man daher derzeit dabei, die Ausbildung den aktuellen Erfordernisse anzupassen. Auch von den Auswirkungen, die die Umsetzung des Ärztearbeitszeitgesetzes auslöst, seien die Betriebe betroffen. Da zu erwarten sei, dass sich auch weiterhin die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen immer wieder ändern werden, seien von der gesamten Branche Flexibilität und Investitionsbereitschaft gefordert. „Der Qualitätsanspruch“, sagt Weißenböck, „ist gerade im Gesundheitsbereich sehr hoch. Den Spagat zu schaffen, die hohen Anforderungen zu erfüllen und trotzdem wirtschaftlich arbeiten zu können, ist eine Herausforderung.“

info | wko.at/noe/gesundheitsbetriebe

wirtschaftspressedienst.at (dsh)

Rubrik:: Panorama

Kommentar verfassen

Zur Gewährleistung eines respektvollen Umgangs behält sich das Redaktionsteam vor, Kommentare gegebenenfalls zu entfernen.