23.01.2015 0 Kommentare

Gute Luftqualität in Niederösterreich: Maßnahmen der letzten Jahre greifen.

v.l.: Jürgen Schneider - Umweltbundesamt, Stephan Pernkopf - Umwelt-Landesrat,  Elisabeth Scheicher - Expertin für Luftschadstoffe, Amt der NÖ Landesregierung

v.l.: Jürgen Schneider – Umweltbundesamt, Stephan Pernkopf – Umwelt-Landesrat, Elisabeth Scheicher – Expertin für Luftschadstoffe am Amt der NÖ Landesregierung Foto: NLK Johann Pfeiffer

St. Pölten | 47 Messstellen überwachen rund um die Uhr die Luftqualität in Niederösterreich. Bereits vor 30 Jahren wurde mit dem Aufbau des flächendeckenden Messnetzes begonnen. Sowohl eine aktuelle Bilanz als auch der langfristige Trend fallen äußerst positiv aus.

Schadstoffe wie Feinstaub, Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid konnten in den letzten Jahren deutlich reduziert werden. „Saubere Luft steht für Lebensqualität. Die erfreuliche Bilanz zeigt, dass die Maßnahmen der letzten Jahre greifen“, so Umwelt-Landesrat Stephan Pernkopf.
Seit gut einem Jahr ist das umfangreiche Feinstaubpaket des Landes in Kraft. Die Messwerte bestätigen: Die Belastungen nehmen kontinuierlich ab. Die Feinstaub-Grenzwerte wurden in den letzten beiden Jahren eingehalten. Im 10-Jahres-Vergleich wurde die Feinstaub-Belastung sogar um ein Drittel reduziert.

Pernkopf sagt dazu: „Wir konnten schon im Herbst 2013 die Zahl der Gemeinden im Feinstaub-Sanierungsgebiet von 252 auf 107 Gemeinden reduzieren und haben zusätzliche Maßnahmen in 110 Themenbereichen ergriffen, vom Streusplitt- und Baustellen-Management über Verbesserungen bei Heizungsanlagen bis hin zum Fahrverbot für Uralt-Lkws im Sanierungsgebiet des Wiener Umlandes.“ Von einer generellen Tempobeschränkung auf Autobahnabschnitten wie in manchen anderen Bundesländern kann in Niederösterreich daher Abstand genommen werden.
„Die sinkenden Trends bei den Schadstoffemissionen und die Messergebnisse bestätigen, dass viele sektorale Maßnahmen ihre Wirkung zeigen“, betont Jürgen Schneider, Umweltexperte im Umweltbundesamt. „Luftqualität ist ein wichtiger Gesundheitsfaktor – jeder Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität ist ein Beitrag für die Gesundheit.“
Auch bei den „klassischen“ Luftschadstoffen konnten in den letzten Jahren hervorragende Reduktionen erzielt werden. Schwefeldioxid war zu Beginn des Messnetzes der höchstbelastete Schadstoff. Heute bewegen sich die Messungen im untersten Messbereich, die Entschwefelung des Treibstoffes und die Rauchgasreinigung der großen Industriebetriebe haben maßgeblich zur Verbesserung der Luftqualität beigetragen.

Rubrik:: Panorama

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