31.07.2014 0 Kommentare

Hautkrebs: Betroffene zur Gründung von Selbsthilfegruppen gesucht.

Sobotka,Schnabl_Hautkrebsbetroffene für Selbsthilfegruppen gesucht

Im Bild (v.l.): Elfriede Schnabl, Obfrau des Dachverbands der NÖ Selbsthilfegruppen und Wolfgang Sobotka, Landeshauptmann-Stellvertreter und NÖGUS Vorsitzender Foto: NLK Filzwieser

| Zahl der Hautkrebserkrankungen steigt. Sobotka, Schnabl: „Derzeit haben wir in NÖ keine Hautkrebs-Selbsthilfegruppen.“ Service soll Lösungen für Betroffene besser ermöglichen.

Sommer, Sonne, strahlender Sonnenschein – kaum jemand, der gleich an Gefahr denkt. Ein kleiner Sonnenbrand gehört für viele zum Urlaub dazu. Aber neben den vielen positiven Wirkungen der Sonne, wie die Erhöhung unseres Vitamin D-Haushalts, gibt es zunehmend Hautkrebserkrankungen, die sogar zum Tod führen können. Häufige und lange Aufenthalte in der Sonne, Sonnenbrände und übermäßige UV-Strahlung zählen zu den größten Risikofaktoren für Hautkrebs. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Sonne, Beobachtung der eigenen Haut sowie regelmäßige Untersuchungen durch einen Facharzt für Dermatologie helfen Hautkrebserkrankungen vorzubeugen (siehe unten).

Selbsthilfegruppen als Ergänzung

Die Zahl der Hautkrebserkrankungen steigt stetig an. Das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist die gefährlichste Hautkrebsart. Lt. Statistik Austria erkranken jährlich mindestens 1.500 ÖsterreicherInnen an Melanom, dem sogenannten „schwarzen Hautkrebs“, etwa zu gleichen Teilen Männer und Frauen. Rund 350 ÖsterreicherInnen sterben jährlich daran. Wesentlich häufiger wird der sogenannte weiße Hautkrebs diagnostiziert. Dieser ist zwar nicht so gefährlich wie der schwarze Hautkrebs, darf aber keineswegs auf die leichte Schulter genommen werden.
„Leben mit Hautkrebs ist eine große Belastung, sowohl für Betroffenen als auch für deren Angehörige. In Niederösterreich erhalten jährlich mindestens 150 NiederösterreicherInnen die Diagnose schwarzer Hautkrebs. Mit Hilfe der Selbsthilfegruppen ergänzen wir die professionelle medizinische Versorgung und bieten Betroffenen zusätzliche Hilfestellung bei der Bewältigung ihrer Erkrankung“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter und NÖGUS Vorsitzender Wolfgang Sobotka.

Mit Schicksal nicht alleine

„Menschen mit medizinischen oder sozialen Problemen oder deren Angehörige treffen in der Selbsthilfegruppe mit anderen gleichermaßen Betroffenen zusammen. Sie erkennen, dass sie mit ihrem Schicksal nicht alleine sind. Sie finden in der Gemeinschaft auch für Alltagssorgen, die sich aus der Erkrankung ergeben, Verständnis. Sie lernen aus den Erfahrungen anderer und finden so leichter Lösungen für ihre Probleme“, beschreibt Elfriede Schnabl, Obfrau des Dachverbands der NÖ Selbsthilfegruppen, die Arbeit der Selbsthilfe. Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ist freiwillig und kostenlos. Die Gruppe bestimmt, wann und wo sie zusammenkommt, welche Aktivitäten sie setzt, usw. Die NÖ Selbsthilfegruppen sind Mitglied im Dachverband. Dieser bietet Serviceleistungen für die Gruppen und Hilfestellung für alle, die eine Gruppe gründen wollen.

„350 Selbsthilfegruppen sind wichtige Partner im niederösterreichischen Gesundheitswesen und leisten durch den freiwilligen Einsatz ihrer Mitglieder wertvolle Arbeit. Daher unterstützt der Niederösterreichische Gesundheits- und Sozialfonds Programme und Maßnahmen, um den Betroffenen direkt zu helfen“, so NÖGUS Vorsitzender Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka abschließend.

Info | www.selbsthilfenoe.at

Rubrik:: Panorama

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