08.04.2015 0 Kommentare

Diplomarbeit: Schüler der HTL-Hallein entwerfen Brücke in Fachwerkbauchweise.

Bgm. Werner Krammer, Zimmermeister Josef Haselsteiner, Emanuel Heigl, Zimmermeister Reinhard Farnberger, Hubert Farnberger, Gerald Josef Haselsteiner, Bgm. Josef Hofmarcher (Ybbsitz), Zimmermeister Roland Ecker, Vizebgm. Mario Wührer, Michael Schmidtkunz und Doris Teufel Foto: Magistrat Waidhofen

Bgm. Werner Krammer, Zimmermeister Josef Haselsteiner, Emanuel Heigl, Zimmermeister Reinhard Farnberger, Hubert Farnberger, Gerald Josef Haselsteiner, Bgm. Josef Hofmarcher (Ybbsitz), Zimmermeister Roland Ecker, Vizebgm. Mario Wührer, Michael Schmidtkunz und Doris Teufel
Foto: Magistrat Waidhofen

Hallein/Waidhofen | Schüler der HTL Hallein präsentierten dem Waidhofner Bürgermeister Werner Krammer ihre Diplomarbeit – den Ybbssteg in Fachwerkbauweise.

Ein landwirtschaftliches Gebäude wie einen Stall zu entwerfen, war den Schülern Hubert Farnberger (Zimmerei Farnberger), Gerald Haselsteiner (Zimmerei Glaser) und Emanuel Heigl (Zimmerei MHB), der HTL Hallein wohl zu langweilig. „Warum konstruieren wir nicht einen Ybbssteg aus Holz?“, kam schließlich die Idee auf, ein in Waidhofen gerade aktuelles Thema aufzugreifen. Die Lehrer zeigten sich zwar etwas skeptisch, ob sich die drei damit nicht übernehmen, doch sie stellten sich der Herausforderung und das fertige Modell, das Teil der Arbeit war, fiel durchaus positiv auf. Und zwar so sehr, dass die Schüler durch Vermittlung von Michael Schmidtkunz, der als Erster darüber „stolperte“, ihre Konstruktion auch Bürgermeister Werner Krammer präsentieren konnten.
„Für uns Waidhofner ist der Steg ein wichtiges Projekt. Umso mehr freut es mich, dass sich auch junge Leute Gedanken darüber machen – und das Ergebnis ist wirklich beeindruckend schön“, lobte Krammer das Modell beim Besuch der Schüler am 25. März, „Daran sieht man, dass die Firmen in der Region ordentlichen Nachwuchs haben, der anpackt und etwas auf die Beine stellt.“
Das Ergebnis beeindruckt tatsächlich, denn eine Brücke von 60 Meter Länge aus Holz zu konstruieren, ist eine Herausforderung. „Wir haben den Steg zudem durchhängend gestaltet, um die wunderbare Aussicht nicht einzuschränken“, so Gerald Haselsteiner, Emanuel Heigl und Hubert Farnberger bei der Erklärung ihres Projekts. „In der Mitte der Brücke beträgt die Höhe 4,5 Meter, an den Enden 8 Meter und er ist 2,70 m breit.“ Auch über statistische Berechnungen, Kostenkalkulation sowie Aufbau und Anlieferung machten sich die Schüler Gedanken, die einiges an Zeit erforderten. 250 Stunden haben die drei jeweils in die Diplomarbeit gesteckt, zu Streitereien sei es jedoch trotz der engen Zusammenarbeit nicht gekommen. „Wir haben uns alles gut aufgeteilt, einer war für die Detailpläne, einer für die Einreichungen, einer für den schriftlichen Teil und so weiter verantwortlich. Da hatten wir keine Zeit für Streit“, meinten sie schmunzelnd.
Auch der Ybbsitzer Bürgermeister Josef Hofmarcher – zwei der Schüler stammen aus Ybbsitz – gratulierte herzlich zum gelungenen Modell und ist stolz auf den Nachwuchs in den Tischlereien.
Das Ziel der Arbeit war zu zeigen, wozu Handwerker fähig sind und dass durchaus auch Holz ein passendes Material für Brücken ist – „immerhin gibt es 200 Jahre alte Holzbrücken“, so Zimmermeister Reinhard Farnberger. Das zu beweisen ist, wie man am Modell erkennen kann, ausgezeichnet gelungen und wurde auch dementsprechend belohnt. Die Diplomarbeit wurde nämlich mit „Sehr gut“ bewertet.

info | www.htl-hallein.at

Rubrik:: Mostviertel

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