04.02.2015 0 Kommentare

Bunt gemischt: Singer-Songwriterin Gianna Rose im Interview.

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Gianna Rose Lengauer. Die Singer-Songwriterin aus dem Mostviertel kombiniert Reggae, Folk und auch ein wenig Country. Ihre Dialekt-Texte sind sozialkritisch, oft humorvoll und sollen Mut machen, aber auch unterhalten. Das momag traf die sympathische Musikerin in der Disco Loch Ness zum Gespräch, unter anderem über ihr Debütalbum.

Wann und wie wurde dein Interesse für Musik geweckt?

Ich glaube, das war schon im Bauch meiner Mutter (lacht). Meine ganze Familie ist musikinteressiert und ich war schon immer irgendwie damit konfrontiert. Mit Sechs habe ich begonnen, Geigenunterricht zu nehmen, rund sechs Jahre später begann ich mit Gitarre und habe herausgefunden, dass ich auch singen kann. Als ich mich bei der BASOP (Bildungsanstalt für Sozialpädagogik, Anm.) in St.Pölten beworben habe, musste ich bei den Eignungstests vorsingen. Ich dachte nur: „Oh Gott, ich habe noch nie in meinem Leben gesungen!“ Ich habe aber ein Lied einstudiert und fand heraus, dass das gar nicht so schwer ist und irgendwann habe ich mein erstes Lied geschrieben.

Kannst du dich noch an das Lied erinnern?

Ja, das war „Regenbogenregen“. Texte und Gedichte habe ich schon lange vor meinen ersten Songs geschrieben. Diese Texte habe ich zusammengebastelt, zuerst auf Englisch. Als ich dann mal versuchte, Texte im Dialekt zu schreiben, wusste ich sofort, dass das genau das ist, was ich wollte. Hochdeutsch kam für mich nicht in Frage. Das war mir immer zu kantig und hat für meine Musik nie so ganz gepasst. Mundart dagegen läuft so schön dahin. Da weiß ich auch, mein Publikum versteht mich. Meine Texte kommen bei den Leuten an und das passt.

Über welche Themen schreibst du am liebsten?

Ich schreibe gerne ermutigende Texte. Ich arbeite meine persönlichen Sachen, interessante Themen von anderen oder auch das Weltgeschehen auf und will gleichzeitig auch meinen Hörern Anreize geben.

Du spielst Solo, hast aber auch eine Band.

Die ganz erste Band – „Journey to Jamboree“ – hatte ich vor rund zwei Jahren. Mit dieser habe ich damals begonnen, meine Lieder zu spielen, doch es hat nicht so ganz geklappt. Bei meinem zweiten Projekt hatte ich einen Akkordeonisten und einen Geiger mit dabei.

Du arbeitest derzeit an deinem Album „Wos du lebst…“.

Das Album soll im März fertig sein und präsentiert werden. Jetzt gehe ich noch ins Tonstudio Baumann in Steinakirchen, um die restlichen Aufnahmen abzuschließen. Ein paar Lieder habe ich bereits mit Kollegen in Wien aufgenommen. Es wird ein Best of der letzten vier Jahre. Dreizehn Lieder und ein Bonustrack, den bisher noch niemand gehört hat, ein etwas mystischer Song (lacht).

Foto: Peter Riel jun.

Foto: Peter Riel jun.

Welchen Song wolltest du auf jeden Fall dabei haben?

Mein erster Song „Regenbogenregen“ muss natürlich darauf. „Wos du lebst“ – das ist auch der Titel der CD. Und natürlich humorvolle Lieder wie „Lauda Bledsin“, wo es um ein Punschkrapferl geht oder „Mei Loatawagal“. Es wird bunt gemischt sein.

Was war schwerer? Einsingen oder Einspielen?

Das Spielen. Ich habe vor dem Studio noch nie mit Metronom gespielt und ich habe da etwas Rhythmusschwierigkeiten. Da bin ich tagelang bis in die Nacht hinein gesessen und habe mit dem „Klick-Klick-Klick“ geübt. Ich fand es etwas mühsam, da ich mich besser auf beides gleichzeitig, also singen und spielen, konzentrieren kann. Spielen und Singen getrennt, da war es für mich schwerer, mich ganz in die Lieder hineinzufühlen.

Wie viele Auftritte hast du im Durchschnitt pro Jahr?

Voriges Jahr waren es ungefähr sechzehn, aber es wird von Jahr zu Jahr mehr. Derzeit habe ich eine Auftrittspause, da ich mich voll und ganz auf die Produktion des Albums konzentrieren will. Außerdem habe ich mein Maturajahr, da geht sich auch nicht so viel aus. Nach der CD-Präsentation geht es aber wieder weiter. Erstmals vorgestellt wird sie im kultur.portal in Scheibbs, am 21. März. Weitere Konzerte sind in Planung.

Wo würdest du gerne mal auftreten?

Gute Frage (lacht). Ein richtig großes Open Air wäre mal cool. Draußen, wenn die Sonne scheint. Das würde mir gefallen. Aber wo, da hab‘ ich keine Ahnung. An einem See (lacht).

 

interview | petra ortner

web | www.gianna-rose-lengauer.at

live | 21.3. kultur.portal, Scheibbs – CD-Präsentation

Rubrik:: Kultur

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