06.05.2015 0 Kommentare

Sich wie ein Rockstar fühlen: Von Trainwreck über Tenacious D zur Kyle Gass Band.

Kyle Gass Band. Kyle gründete gemeinsam mit Schauspiel- und Musikerkollege Jack Black die großartige Band Tenacious D, mit der er hunderte Shows absolvierte. John Konesky spielte erstmals in der Band Trainwreck mit Kyle, später auch bei Tenacious D. Nun präsentieren die beiden ihr neuestes Projekt.

Kyle Gass hat mehr Gitarren als er zählen kann. Und er braucht sie alle! Foto: Stephen Albenese

Kyle Gass hat mehr Gitarren als er zählen kann. Und er braucht sie alle!
Foto: Stephen Albenese

Ihr hattet schon eine Menge anderer Interviews in den letzten Tagen, welche Frage wurde am häufigsten gestellt?

Kyle: Mal überlegen… Woher nehmt ihr die Inspiration für eure Songs? Und: Was ist bei dieser Band anders als bei Tenacious D? Richtig, John? (lacht)

John: Ja, absolut. Das wurde wirklich ständig gefragt.

Kyle: Aber es macht mir nichts aus, diese Fragen zu beantworten. Das gehört dazu.

 

Wann habt ihr beiden eigentlich begonnen, Musik zu machen?

Kyle: Ich begann mit neun oder zehn Jahren, Flöte zu spielen. Gitarre mit zwölf, dreizehn. Und dabei blieb ich dann.

John: Ich habe ungefähr mit neun Jahren zum ersten Mal Gitarre gespielt und war in meiner ersten Band mit zwölf, dreizehn.

Kyle: Wow! Wir haben fast zur selben Zeit begonnen. Wie kommt es dann, dass du so viel besser bist als ich? (lacht)

John: Fast alles, was ich kann, habe ich in nur vier Jahren gelernt. Hehe.

Kyle: Der Mann lernt irrsinnig schnell. (lacht) Es kommt immer auf die richtige Motivation an. Ich habe ältere Brüder, die damals ganz gute Musiker waren und mit denen konnte ich mich messen.

 

Also die Liebe zur Musik kam vor der Liebe zum Schauspielen bei dir, Kyle?

Kyle: Eigentlich gab es für mich zuerst die Schauspielerei. Die Musik war quasi zweites Standbein. Ich spielte oft in Stücken, in denen es auch Musik gab und das gefiel den Leuten immer. Die Schauspielerei kann schon, wenn man eine gute Rolle hat, sehr erfüllend sein. Wenn man Musik macht hat man aber eine augenblickliche Reaktion des Publikums. Und eine verdammt gute Zeit. Die Musik gibt mir einfach mehr. Beides ist Showbusiness.

Foto: all is amazing

Foto: all is amazing

 

Wer schreibt die Songs?

Kyle: Die kommen meist von Mike, John und mir. In unterschiedlichsten Kombinationen. Aber jeder in der Band schreibt Musik, jeder darf mit Ideen kommen. Wir haben keinen Robert Hunter, der für uns Texte schreibt. Robert hat ja viel für The Greatful Dead geschrieben. Bei uns gibt es kein „Rezept“ dafür, wie die Songs entstehen. Ich habe eine handvoll Songs alleine geschrieben, aber ich setze mich lieber mit anderen zusammen und arbeite mit denen gemeinsam an Ideen.

 

Wann und wo habt ihr die besten Ideen?

Kyle: Ideen kann man jederzeit und überall haben, es sind nur definitiv zu wenige (lacht). Ich arbeite daran. Es sollte auch mehr Spaß machen. Ich performe für mein Leben gern, was aber nur dann möglich ist, wenn man auch genug Material dafür hat. Mit einer guten Band ist das ein relativ leichtes Spiel.

 

Was war die größte Herausforderung beim neuen Album?

Kyle: Meine Stimme in Form zu bringen.

John: (lacht laut) Das ist immer eine besondere Herausforderung!

 

Ihr habt bereits auf großen Festivals gespielt. Die jetzige Tour führt auch in kleinere Clubs. Wo spielt ihr lieber?

John: Ich stehe total auf Festivals. Dorthin geht man, um viel Musik zu hören und zu erleben.

Kyle: Festivals machen auf jeden Fall sehr viel Spaß, weil einfach eine Menge Leute dort sind und man sich wie ein Rockstar fühlt. Und das macht immer Spaß.

 

Wie viele Gitarren besitzt ihr eigentlich?

Kyle: Ich besitze mehr als ich zählen kann. Das ist irgendwie beschämend. Die Gitarren wurden einfach mehr über die Jahre. Ich hab‘ Gitarren, von denen ich gar nicht weiß, dass ich sie besitze, bis ich sie wiederfinde. So viele sind es. Manchmal bin ich überrascht, welche Gitarren ich habe. Sehr viele habe ich bei mir zu Hause und die sind nur rund die Hälfte der Instrumente, die ich besitze. Ich habe schon überlegt, dass ich den Leuten Gitarren geben sollte, die sie wirklich brauchen. In ein paar Jahren, jetzt noch nicht. Jetzt brauche ich sie noch. Keiner nimmt mir mein Werkzeug weg! (lacht)

John: Bei mir ist es ähnlich. Ich hab‘ eine Menge. Und ich brauch‘ sie auch alle.

interview | petra ortner

web | www.thekylegassband.com

termin | 9.5., 20h: Szene Wien

Rubrik:: Kultur

Kommentar verfassen

Zur Gewährleistung eines respektvollen Umgangs behält sich das Redaktionsteam vor, Kommentare gegebenenfalls zu entfernen.