04.09.2014 0 Kommentare

Lebensmittel: Bezirksbauernkammerobfrau sieht EU in der Pflicht.

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Foto: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Amstetten | Der Bezirk Amstetten gilt als der viehreichste Bezirk Österreichs. Die wertmäßig wichtigste landwirtschaftliche Produktionssparte ist die Milcherzeugung.

Im Schnitt stehen 20 Milchkühe im Stall der rund 900 Milchbauern im Bezirk Amstetten. Rund 2.400 landwirtschaftliche Betriebe – davon zirka 730 Bergbauern – bewirtschaften eine Fläche von durchschnittlich 21 Hektar pro Betrieb. Knapp ein Drittel der Flächen ist zugepachtet. Der Anteil der Biobetriebe macht rund sieben Prozent aus. Wie Maria Lechner, Bezirksbauernkammerobfrau berichtet, sei es aber für die heimischen Landwirte nicht immer einfach, sich Gehör zu verschaffen. „Manches wird völlig falsch verstanden, weil die Zusammenhänge zu wenig bekannt sind und oft ein unrealistisches Bild von der Landwirtschaft in den Köpfen überwiegt“, sagt sie.

Unterstützung des Konsumenten notwendig

Ausgleichszahlungen seien notwendig, „weil wir offene Märkte haben und wir mit unseren Standards und Auflagen die gebotene Qualität nicht zu Weltmarktpreisen produzieren können.“ Um regionale Saisonprodukte anbieten zu können, benötige die heimische Landwirtschaft unbedingt die Unterstützung des Konsumenten und seinen Griff zum heimischen Produkt im Regal. Schließlich sei er es, der  mit seiner Kaufentscheidung den Mark bestimme. Außerdem würden sich die Landwirte eine stärkere Partnerschaft zwischen Produzenten und Handelsketten wünschen. Hier gehe es nicht zuletzt um das Prinzip Leben und Leben-lassen.

Hochwertige Lebensmittelversorgung hat ihren Preis

Für die Bezikskammerobfrau ist die Zukunft der bäuerlichen Familienbetriebe ein gesamteuropäisches Anliegen. Deshalb sieht sie die EU in der Pflicht, die Leistungen der Landwirtschaft auch dementsprechend zu honorieren. „Eine europaweit qualitativ hochwertige Lebensmittelversorgung hat eben ihren Preis“, betont Lechner. Daher seien weiterhin finanzielle Sicherheitsnetze für die bäuerlichen Betriebe erforderlich.

Österreichs Landwirtschaft besteht zu 90 Prozent aus Familienbetrieben. Alle an sie ergehenden Leistungszahlungen seien an Umwelt- und Produktionsauflagen gebunden. Diese würden bei der Produktion von Lebensmitteln höchste Qualitäts- und Tierschutzstandards garantieren. „Im gemeinsamen Interesse daran sind Produzent und Konsument vereint“, stellt Maria Lechner fest. (dsh)

Info | www.lk-noe.at

Rubrik:: Mostviertel

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