31.03.2014 0 Kommentare

Liederabend im Rahmen von Klangraum 2014: Kunstlied-Perlen in lupenreiner Intonation.

Huber Erdmann

Pianist Gerold Huber begleitete Mojca Erdmann. Foto: Voglhuber

Waidhofen | Die international vielgefragte Sopranistin Mojca Erdmann hat sich jeder Menge Kunstlied- Perlen angenommen, was sich bei diesen stimmlichen Voraussetzungen wohl anbietet und wovon sich das Waidhofner Publikum am 29. März im Rahmen der Waidhofner Klangraum-Reihe im Kristallsaal des Rothschildschlosses Waidhofen überzeugen konnte.

Die junge Sopranistin singt rein und klar. Ihre Stimme ist über weite Strecken schön kraftvoll timbriert und effektvoll zelebriert, nichts in den Liedern klingt matt oder unfokussiert. Mojca Erdmann gelingt es, die Leidenschaftlichkeit der Strauss,-Mozart,-Schubert,und-Schumann-Lieder in bemerkenswerter Fülle kompetent zu transportieren. Zur Vervollkommnung der Textverständlichkeit konnten die Liedgedichte im Programmheft mitgelesen werden. Da intensivierendes Zupacken, dort nachlauschendes Geschehenlassen. Der Pianist Gerold Huber begleitet Erdmann aufmerksam und in sehr guter Balance zwischen Eigenständigkeit und partnerschaftlicher bzw. auch dienender Haltung. Ein mitdenkender und mitfühlender Begleiter der ersten Liga. Das Publikum war innerlich hingerissen.

Mojca ERdmanns Stimme ist in allen Registern gleich stark und trotz Stilpluralismus – auch Zeitgenössisches von W. Rihm und A. Reimann wurde gewagt –  hat man den Eindruck, dass es so etwas wie eine durchgehende Linie gibt, dass hier nichts auseinander bricht. Vor allem den modernen Liedkomponisten haben die beiden ihre ganz persönliche Deutung gegeben. Begeisterung im Saal. Mehrere Zugaben.

Von Robert Voglhuber

Rubrik:: Kultur

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