27.03.2014 0 Kommentare

Lokalmatadore schlugen im Super G zu: Rainer Herb siegte mit gebrochener Rippe.

Masters-SuperG-Buder

Masters-SuperG-Buder: Wie zu Weltcup-Zeiten: Andreas Buder markierte mit 1:01,60 die Tagesbestzeit. Der Göstlinger ist nach dem Junioren- nun auch Masters-Weltmeister. Foto: Christian Wotawa/rallyfoto.at

Göstling/Ybbs | Die Lokalmatadore schlugen am gestrigen Super G-Tag der Masters-Ski-WM in Göstling-Hochkar zu: Rainer Herb siegte mit gebrochener Rippe, Andreas Buder kürte sich zum Tagesschnellsten.

Am gestrigen Super G-Tag der Masters-Ski-WM in Göstling-Hochkar schlug die Stunde der Lokalmatadore: Masters-Spezialist Rainer Herb aus Göstling sicherte sich seinen sage und schreibe 26. Weltmeisterschaftstitel – und das mit gebrochener Rippe. Nach einem Sturz im Training biss der Niederösterreicher die Zähne zusammen und ließ die Konkurrenz in seiner Klasse beim FIS Weltkriterium Masters Ski-Alpin hinter sich. „Es schmerzt extrem. Ich weiß nicht, ob ich in meiner Paradedisziplin Slalom an den Start gehen kann“, so der „Weltmeister mit der gebrochenen Rippe“.

Masters-SuperG-Buder2

Auf dem Podium jubelte Andreas Buder mit Sohn Elias.

„Mein insgesamt 14. Masters-WM-Titel“

Ex-ÖSV-Abfahrtsass Andreas Buder, ebenfalls Mitglied des veranstaltenden Vereins SC Göstling-Hochkar, war auf seinem Hausberg nicht zu schlagen. Er ging als letzter der 425 Starter ins Rennen und holte als Tagesschnellster einen Vorsprung von einer Sekunde heraus. Zur Siegerehrung nahm Andreas Buder seinen Sohn Elias mit aufs Podium. Vom Publikum in der „Ramsauhof WM-Arena“ gab es tosenden Applaus für den Junioren- und nun auch Masters-Weltmeister. Mit Anneliese Ranner war auch bei den Damen eine ehemalige Weltcup-Starterin höchst erfolgreich. „Mein insgesamt 14. Masters-WM-Titel“, freute sich die Österreicherin. Tagesschnellste bei den Damen wurde – wie im Slalom – Doris Bergner.

Stark auch die Läufer aus dem Mostviertel: Mit Reinhard Gnadenberger und Gerlinde Metzinger stammen zwei weitere Masters-Weltmeister aus der WM-Region. Für die Organisatoren fand FIS-Masters-Verantwortlicher Harald Herbert größtes Lob: „Die Super G-Rennen wurden in jeder Hinsicht professionell abgewickelt. Ganz Göstling hat ein Herz für den Masterssport.“

Masters-SuperG-Herb

Herb: Ein echter Athlet kennt keine Schmerzen: Mit gebrochener Rippe fuhr Rainer Herb bei seiner Heim-WM zum 24. WM-Titel.

Heute Donnerstag steigen mit dem Slalom in der Kategorie A und dem Riesentorlauf in den Kategorien B und C die nächsten Highlights. Durch die Slalomstangen flitzt unter anderem Thomas Sykora. Am Freitag folgen die letzten Entscheidungen im Riesentorlauf, ehe am Samstag um 18 Uhr die Abschlussfeier und der Empfang für Olympia-Medaillengewinnerin Kathrin Zettel stattfindet.

Masters-SuperG-Bezirk

Bezirk: Stark die Läufer aus dem Bezirk Scheibbs: Andreas Buder (1.), Reinhard Gnadenberger (1.), Maria Pritz-Grabner (1.), Gerlinde Metzinger (1.), Rainer Herb (1.) und Petra Schiefer (2.) (v.l.).

Masters-SuperG-Italien

Italien: In der Kategorie B11 feierte Italien einen Doppelsieg: Alfonso Morselli (M.) siegte vor Alberto Corsi und dem Amerikaner Gaetano Demattei (r.).

Masters-SuperG-Japan

Japan: Gastfreundschaft ist Trumpf in Göstling: Bürgermeister Franz Heigl verneigte sich vor den japanischen Sportlern.

Masters-SuperG-Tagesschnellste

Tagesschnellste: Die Tagesschnellsten in den drei Super G-Kategorien kommen allesamt aus Österreich: Andreas Buder (A), Doris Bergner (C) und Paul Fuchs (B). Fotos: www.eisenstrasse.info

Info | www.sc-goestling-hochkar.at

 

Rubrik:: Mostviertel

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