18.04.2014 1 Kommentar

Mängel bei Opferschutzarbeit. Apell an zuständige Landespolitik.

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Bernhard Wieland, Kidsnest- und Kinderfreunde-Geschäftsführer, Verena Dudde, Psychotherapeutin im Kidsnest-Kinderschutzzentrum Waldviertel, Adele Lassenberger, Vorsitzende des Bundesverbandes Österreichischer Kinderschutzzentren und Claudia Österle, Psychologin im Kidsnest-Kinderschutzzentrum Mostviertel, bei der jüngsten bundesweiten Versammlung des Bundesverbandes Österreichischer Kinderschutzzentren. Foto: privat

Amstetten / Scheibbs / Melk | Das Kidsnest-Kinderschutzzentrum Mostviertel der Kinderfreunde NÖ ist aktiver Teil des österreichweiten Bundesverbandes Österreichischer Kinderschutzzentren. Geschäftsführer Bernhard Wieland aus Randegg ist nun österreichweit für die finanziellen Angelegenheiten zuständig. Er appelliert in Richtung zuständiger Landespolitik: Derzeit fehlt Personal für ausreichende Opferschutzarbeit – die Folgen sind Wartelisten, weitere Belastungen für hilfesuchende Kinder und Jugendliche und damit unnötiges Leid sowie vermeidbare Langzeitfolgekosten für die Gesellschaft.

Kidsnest, die Kinder- und Jugendschutzgesellschaft der Kinderfreunde NÖ, betreibt im Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe des Landes Niederösterreichs das Kinderschutzzentrum Mostviertel in Amstetten. Im Kidsnest-Kinderschutzzentrum Mostviertel wird von Gewalt betroffenen Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien aus den Bezirken Amstetten, Scheibbs und Melk professionell und kostenlos geholfen. „Die Österreichischen Kinderschutzzentren leisten, meist unbeachtet von der Öffentlichkeit, eine sehr wichtige Arbeit. Jährlich wird in den über 30 österreichischen Kinderschutzzentren tausenden, minderjährigen Opfern von Gewalt in Form von Therapie und Beratung geholfen“, so Bernhard Wieland, Kinderfreunde- und Kidsnest-Geschäftsführer.

„Trotz der unbestrittenen Leistung, die in den rot-weiss-roten Kinderschutzzentren tagtäglich erbracht wird, kämpfen wir mit einer chronischen Unterfinanzierung des Kinderschutzes, weshalb sich alle österreichischen Kinderschutzzentren-Trägerorganisationen nun zu einem unabhängigen „Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren“ zusammengeschlossen haben.

Eklatante Finanzierungslücken behindert effektive Opferschutzarbeit

Wieland appelliert an alle Verantwortlichen in der zuständigen Landespolitik, die teilweise eklatanten Finanzierungslücken zu schließen: „Es kann nicht sein, dass es in den einzelnen Kinderschutzzentren Wartelisten für Opfer gibt, da die zuständige Landespolitik nicht ausreichend Finanzmittel für das benötigte Personal zur Verfügung stellt, ist eine effektive Opferschutzarbeit leider unmöglich. Denn die Folgen sind Wartelisten und damit weitere Belastungen und weiteres Leid für die von Gewalt traumatisierten Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien“, warnt Bernhard Wieland, der im Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren für finanzielle Angelegenheiten zuständig ist, besonders auch vor den negativen Langzeitfolgen für unsere Gesellschaft, durch die derzeit vorhandene Unterfinanzierung der Kinderschutzzentren.

Info | www.kidsnest.at
www.oe-kinderschutzzentren.at
www.noe.kinderfreunde.at

Rubrik:: Panorama

1 Kommentar zu "Mängel bei Opferschutzarbeit. Apell an zuständige Landespolitik."

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  1. Leopold Schagerl sagt:

    Wichtige Sache! Auf die Hilfe für Opfer von Gewalt, darf nicht vergessen werden! Besonders wenn es Kinder und Jugendliche sind, denen rasch zu helfen ist. Liebe Landespolitikerinnen und Landespolitiker, ordnen sie ihre Prioritäten neu. Ein paar Straßenkilometer weniger oder etwas günstigere Landes-, Garten- oder was auch immer für Ausstellungen und den Kindern und Jugendlichen kann im ausreichenden Ausmaß geholfen werden.

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