22.11.2016 0 Kommentare

Mehr als 350 TeilnehmerInnen beim Dialogforum in St. Pölten

Automatisierung und Digitalisierung werden die Arbeits- und Wirtschaftswelt stark verändern. Das bringt auch Herausforderungen für den Sozialstaat mit sich. Um dessen Sicherheit und Leistungsfähigkeit für die Zukunft zu sichern, wurden beim Dialogforum „Sozialstaat 4.0“ der Arbeiterkammer Niederösterreich in St. Pölten Lösungen aufgezeigt.

Mehr als 350 Besucher beim Dialog Forum Sozialstaat 4.0 der AK NÖ im ArbeitnehmerInnen-Zentrum in St. Pölten. Foto: Alexandra Kromus.

Mehr als 350 Besucher beim Dialog Forum Sozialstaat 4.0 der AK NÖ im ArbeitnehmerInnen-Zentrum in St. Pölten. Foto: Alexandra Kromus.

Der Trend von Digitalisierung und Automatisierung wird zu sinkender Nachfrage menschlicher Arbeitskraft und damit weiteren Druck auf den Arbeitsmarkt führen. Es müsse daher rasch entgegengesteuert werden. „Investitionen für eine wachsende Wirtschaft und mehr Arbeitsplätze, ein industriepolitisches Konzept und eine berufliche Qualifikationsoffensive sind wichtiger denn je“, so Markus Wieser beim Dialogforum im ArbeitnehmerInnenzentrum in St. Pölten, zu dem mehr als 350 Besucher gekommen sind.

Kern: „Die Menschen müssen vom technologischen Wandel profitieren.“

Wesentlich für den Sozialstaat der Zukunft sei auch eine faire Verteilung von Arbeit durch den Abbau von Überstunden sowie eine 6. Urlaubswoche ab 25. Dienstjahren – unabhängig von der Anzahl der Arbeitgeber. Zudem braucht es eine verpflichtende betriebliche Gesundheitsförderung und ein flächendeckendes System der dualen beruflichen Weiterbildung. „Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist unsere vordringliche Aufgabe. Sie gefährdet persönliche Existenzen und den Sozialstaat durch steigende Kosten bei sinkenden Beitragsleistungen. Produktivität und Unternehmensgewinne steigen jedoch laufend. Es ist daher für eine gerechte Verteilung des gemeinsam erwirtschafteten Reichtums zu sorgen“, so Wieser.

Markus Wieser für Verbreiterung der Beitragsgrundlage

Bundeskanzler Kern betonte, welche Erfahrungen die Menschen aktuell bewegen. „Wir müssen heute feststellen, dass die Globalisierung hunderte Millionen Menschen aus der Armut geführt hat. Die Mittelschicht hat derzeit aber immer öfter das Gefühl, dass es für sie nicht weiter geht“, so Kern. Durch den technologischen Wandel komme zum globalen Wettbewerb, etwa mit Asien, auch noch die Konkurrenz mit Robotern und Maschinen. „Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass alle von dieser Entwicklung profitieren“, sagte der Bundeskanzler. Es müsse zudem dafür gesorgt werden, dass alle ihre Steuern bezahlen, anstatt den Ärmsten der Gesellschaft etwas wegzunehmen.

info | noe.arbeiterkammer.at

Rubrik:: Panorama

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