04.01.2022

Menschen miteinander verbandeln

Hier weiß man: gemeinsam ist immer besser als einsam. ©eva wallner

[von maria lang]

Sozialprojekt. In Wolfpassing im Bezirk Scheibbs wird schon seit Jahren sozialer Isolation und Einsamkeit durch engagierte Initiativen entgegengewirkt.

Eva Wallner, die als Gemeinderätin den Arbeitskreis „Gesunde Gemeinde“ leitet, organisiert mit ihrem Team monatliche Treffen im Mehrzweckraum der Gemeinde, welche sich aus einer Handarbeits- und Bastelrunde entwickelt haben. Daher auch der Name „verbandeln“. Bald kam der Wunsch nach anderen Freizeitbeschäftigungen auf, zum Beispiel Karten- oder Gesellschaftsspiele. Einige kamen auch nur so vorbei, um ein wenig Gesellschaft zu genießen. Heute geht’s beim „Verbandeln“ um ein fröhliches Miteinander von Jung und Alt beim Austausch von Neuigkeiten, bei hitzigen Kartenspielrunden oder bei gemütlichen Plaudereien.

„Es gibt kein richtiges Programm“, so Sissy Koternitz. „Die Leute finden es einfach gemütlich, ungezwungen miteinander Zeit zu verbringen.“ Natürlich darf das Kulinarische nicht fehlen. Getränke werden vom Arbeitskreis Gesunde Gemeinde bereitgestellt, Kuchenspenden bringen die Teilnehmer mit. „Bis jetzt war immer etwas Leckeres da!“, freuen sich die Initiatorinnen.

 

Keine Partnerbörse

Natürlich könnte der Begriff „verbandeln“ auch so verstanden werden, dass hier Menschen „anbandeln“. „Dies ist nicht unsere Absicht“, so Eva Wallner lachend. „In erster Linie geht es darum, allgemeine Kontakte zu knüpfen und Menschen aus dem Gemeindegebiet kennenzulernen. Viele unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind Pensionisten, aber es kommen auch junge Mamas mit Kindern und frisch Zuagroaste. Verschiedenste Menschen eben, die Anschluss suchen.“ Seit kurzem nimmt Sissy auch ihren Hund mit: „Rocky liebt es, unter Leuten zu sein und genießt die Streicheleinheiten.“ Die sozialen Kontakte tun allen gut.

Die Initiative wurde nun bei der «Tut gut!» Gesundheitsvorsorge GmbH zum Themenschwerpunkt „Sozialer Isolation und Einsamkeit entgegenwirken“ eingereicht. Die Bewertung erfolgte anhand wissenschaftlicher Kriterien unter Einbeziehung der Donau-Universität Krems. Unter den besten fünf Einsendungen wurde diese Initiative für die Prämierung ausgewählt, die Preisverleihung findet im November in St.Pölten statt. „Wir freuen uns sehr, dass unser Projekt so guten Anklang fand und vor allem in diesen turbulenten Zeiten mithilft, ein wenig Normalität zu bewahren“, betonen Eva Wallner und Sissy Koternitz.

 

web | www.wolfpassing.gv.at

 

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