13.01.2017 0 Kommentare

Mostbarone schmieden Zukunft

Die zehnte Mostbaron-Klausur brachte viel Information, wegweisende Entscheidungen und nicht zuletzt einen neuen, ambitionierten Primus.

Primus Stellvertreter Michael Oberaigner, Primus Johannes Scheiblauer, Ex-Primus Bernhard Datzberger Foto: Mostsraße

Primus Stellvertreter Michael Oberaigner, Primus Johannes Scheiblauer, Ex-Primus Bernhard Datzberger
Foto: Mostsraße

Mit einem straffen Programm starteten die 20 Mostbarone am 9. Jänner in ihre zweitägige Klausur im Südburgenland. Neben der Frage wohin die Reise der Mostbarone in Zukunft geht, nutzten die Barone bei ihrer bereits zehnten Klausur die Zeit auch wieder für Fachvorträge. So holte man sich Antworten von namhaften Experten in aktuellen Fragen. Gerade das Thema Birnenanbau zählt für die Botschafter des Mostes, die auf die heimischen Baumbestände im Mostviertel angewiesen sind, zu den heißen Eisen. Experte Leonhard Steinbauer vom Referat Obst- und Weinbau aus dem steirischen Haidegg berichtete von neuen Versuchsergebnissen. „Neben produktiven Unterlagen und Zwischenveredelungen ist das allerwichtigste für einen erfolgreichen Anbau der Birnen natürlich ein passender Standort“, so der Experte.

Lernen von anderen

Auch das Kennenlernen anderer Obstvereinigungen und –betriebe stand im Fokus der Klausur. Vertreter der Top-Destillerie Burgenland und der Obst Gemeinschaft Bucklige Welt stellten ihre Philosophie vor und diskutierten mit den Baronen. Umgeben von zahlreichen Top-Betrieben waren natürlich auch Besuche und ein Austausch bei den örtlichen Destillerien Pflicht.

Neuer Primus aus der Kothmühle

Wie es die Tradition der Mostbarone verlangt, wurden bei der Klausur auch die Wahlen des neuen Primus durchgeführt, der danach inoffiziell vom Vorgänger ins Amt gehoben wurde. Die offizielle Angelobung findet im Rahmen der Mostwallfahrt Anfang April statt. Bernhard „Seppelbauer“ Datzberger übergab nach der Wahl die symbolträchtige Primus-Kette an Johannes Scheiblauer, seines Zeichens Hausherr der Kothmühle und des Schlosses an der Eisenstraße. Mit ihm starten die Mostbarone mit viel Schwung ins neue Jahr und schmieden bereits an einer vielversprechenden Zukunft.

Zu den Mostbaronen

Die Mostbarone pflegen die Kultur rund um den vergorenen Birnenmost und entwickeln sie weiter. Sie verstehen sich als Spezialisten für den echten Mostviertler Mostgenuss: beim typischen Mostheurigen oder gleich direkt Ab Hof, im gemütlichen Wirtshaus oder Hotel. Es gibt insgesamt 20 Mostbarone, die sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Mostkultur einsetzen. Die Speerspitze der Produktpalette bilden die Mostbaron Gourmetmoste, drei noch nie dagewesener Birnencuvées. Nähere Informationen auf den Facebook-Seiten „Mostbaron“ und „Mostbaron Gourmetmost“ sowie unter mostbaron.at, gourmetmost.at

info | gockl.at

Rubrik:: Mostviertel

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