02.07.2015 0 Kommentare

Mountainbiker Demo: Schieben war bei „legal biken – auch in Österreich!“ keine Alternative.

Alternativlos ist die Freigabe von Forststraßen und geeigneten Wegen für den Handbiker Mark Klinglmüller „Wie soll ich denn in den Wald kommen und mich erholen, wenn ich nicht fahren darf?“, fragt er sich. 132 Radfahrer unterstützten am 20. Juni, bei nassen 10°C, diese Forderung bei der fünften upmove- Trutzpartie in Klaus am Pyhrn in Oberösterreich.

handradler_schoberstein_©upmove

Handradler Schoberstein mit seinen Kollegen von “upmove”
Foto: upmove

„Bisher wurden die Räder bei den Demos im Wald ausschließlich geschoben. Heute haben wir darauf verzichtet, um Mark nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu bringen“, sagt “upmove” Gründer Dietmar Gruber. „Wenn Österreich ein Tourismusland bleiben will, kann man sich nicht auf ein paar Kilometer fade Vertrags-Mountainbiketouren beschränken, wie dies beispielsweise in der Pyhrn/Priel Region der Fall ist“, so Gruber , der neuerdings neben den Naturfreunden  auch den Alpenverein zum Teil auf seiner Seite hat: Seit letzter Woche fordert nämlich auch der größte alpine Verein Österreichs die Freigabe der Forststraßen für Radfahrer und Mountainbiker.

Und wenn der Verein der Land und Forstbetriebe in einer Aussendung fürchtet: „Radfahrer künftig bei jedem Gipfelkreuz?“ dann muss man ergänzen: „Warum nicht, wenn die Forst- und Jagdstraße bis dorthin geht?“ Der Handbiker jedenfalls könnte dann wie am Schoberstein ein schönes Gipfel-Erlebnis in sein Tourenbuch schreiben.

Die Mountainbiker Demo fand wiederum auf einer Forststraße statt, auf der Radfahren verboten ist. Die Grundeigentümer weigern sich, trotz langjährigen Bemühungen, in eine „vertraglichen Lösung“ einzustimmen. Das für den Radweg fehlende Teilstück ist nicht nur für heimische Mountainbiker sondern in diesem  Fall auch für touristische Radler wichtig. Deshalb wird jetzt ein „Radweg“ mit kolportierten Kosten von mehr als 500.000.- Euro gebaut.

info | upmove.eu

Rubrik:: Panorama

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