19.09.2014 0 Kommentare

Nachhaltigkeitsbericht: Warum es sich lohnt auf Umwelt und Gesellschaft Acht zu geben.

TÜV

Moderne Standards bei Produktion und Sicherheitstechnik sowie ein gutes Arbeitsklima tragen ebenso zur Nachhaltikeit des Unternehmens bei. Foto: Christina Häusler

Ybbsitz | Der Kochgeschirrhersteller Riess KELOmat aus Ybbsitz veröffentlichte vor Kurzem seinen Nachhaltigkeitsbericht. Der Betrieb gilt als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und geht mit gutem Beispiel voran. Friedrich Riess legt darauf Wert, im Einklang mit der Natur zu arbeiten.

Der Ybbsitzer Betrieb Riess KELOmat war eines der ersten mittelständischen Unternehmen, dass die Öffentlichkeit regelmäßig über sein Nachhaltigkeitsprogramm informiert. Der nunmehr dritte Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens ist soeben erschienen und erzählt über die nachhaltige Erfolgsgeschichte und die laufende Optimierung des Produktionsprozesses im Sinne der Umwelt und Gesellschaft. „Wir sind nicht nur auf die Qualität unserer Produkte stolz, sondern vor allem darauf, dass wir sie im Einklang mit der Natur erzeugen,“ sagt Friedrich Riess.

Das Unternehmen ist der einzige Kochgeschirrhersteller Österreichs. Seit 1550 ist man am Standort Ybbsitz im Mostviertel – anfänglich als Pfannenschmiede – tätig und betreibt dort seit 1922 eine Emaille-Manufaktur. Emaille-Töpfe, Küchenhelfer und Emailleschilder werden dort von Hand gefertigt und in 35 Länder exportiert. Die Großväter der heutigen Besitzer ließen zwischen 1926 und 1935 drei Wasserkraftwerke an der großen und kleinen Ybbs erbauen, welche die CO2-neutrale Produktion der Riess-Produkte bis in die heutige Zeit sicherstellen. Technisch betrachtet bezeichnet Emaille einen Verbundwerkstoff aus den Elementen Glas und Eisen. Glas wird aufgeschmolzen und mit dem Eisen festhaftend im Brennofen verbunden. Man arbeitet in der gesamten Wertschöpfungskette ressourcenschonend und optimiert laufend. Dafür hat man das Nachhaltigkeitsmanagements nach ONR 192500 eingeführt, um die traditionell nachhaltige Unternehmensführung in den heutigen Unternehmensprozessen zu verankern.

Ressourcenschonende Herstellung durch kreativer Denkweise

Im Bericht wird die gesamte Wertschöpfungskette von Eisen und Stahl bis zum fertigen Kochtopf oder Emaille-Schild anschaulich beschrieben. In jedem Kapitel wird über erreichte und neu gesteckte Ziele berichtet, um den Verbrauch der Ressourcen zu optimieren. Dabei geht man auch kreative Wege. „Wenn neue Entwicklungen nicht zu unserer nachhaltigen Arbeitsweise passen, beginnen wir unkonventionell zu denken,“ erzählt Friedrich Riess. Im Bericht ist das Beispiel einer alten mechanische Tiefziehanlage genannt, die nicht mehr den modernsten Sicherheitstechniken entsprach. Eine neue hydraulische Anlage hätte jedoch wesentlich mehr Energie verbraucht. Daher wurde die alte Maschine auf den letzten Stand der Sicherheitsvorschriften gebracht und 2013 vom TÜV abgenommen. Dafür erhielt das Unternehmen den Energieeffizienzpreis Helios 2014 in der Kategorie „Mobilität sowie Bewusstseinsbildung und sonstige Maßnahmen“ der Wirtschaftskammer NÖ verliehen. Für die ökologische Ausrichtung des Unternehmens und seiner Produkte erhielt man auch das Gütesiegel Green Brands für 2013-2015 durch die internationale Green Brands Organisation verliehen und ist seit 2013 auch ein Leitbetrieb Austria.

Traditionsbewußtsein neben Innovationsgeist

„Gutes Design ist nachhaltig, viele unserer Formen bestehen seit Jahrzehnten am Markt.“ erläutert Julian Riess die Offenheit für Neues. Neben Traditionsbewußtsein, ist es auch Innovationsgeist, der das Unternehmen prägt. So arbeitet man gerne mit Künstlern und Designern zusammen, um den Unternehmensstandort nachhaltig zu sichern.

Hinter einem erfolgreichen Unternehmen steht auch immer ein motiviertes Team. Susanne Rieß, verantwortlich für Organisation und Personalwesen spricht über klar definierte Verantwortungsbereiche und einen guten Generationenmix, der Teamgeist und gesunden Wettbewerb entstehen lässt. Das gute Miteinander der Generationen ist für das Unternehmen ein wichtiger Wert und Erfolgsfaktor. Hierfür werden auch Mentoringprogramme für Mitarbeiter durchgefüht. Das auf innerbetrieblichen Mentoren basierende Modell soll helfen, Vorurteile zwischen Generationen abzubauen und positive Synergien aus dem Miteinander der Generationen zu wecken. Familienfreundliche Betriebszeiten, die Lehrlingsausbildung, laufende Weiterbildungen und die Unterstützung junger Mitarbeiter durch günstige Betriebswohnungen tragen das übrige zum nachhaltigen Erfolg des Unternehmens bei.

Info | www.riess-kelomat.at
www.wip.co.at

 

 

Rubrik:: Mostviertel

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