31.05.2014 0 Kommentare

Neue Maßnahmen: NÖ Freizeittourismus soll die Wertschöpfungs-Milliarde überspringen.

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Foto: Erich Westendarp / pixelio.de

| Das Land Niederösterreich strebt bis zum Jahr 2020 einen deutlichen Anstieg der Zahl der Nächtigungen und Wertschöpfungszuwachs im Freizeittourismus an.

Ein Anstieg der Zahl der Nächtigungen um 700.000 auf 7,2 Millionen, ein Wertschöpfungszuwachs von derzeit 980 Millionen um weitere 100 Millionen Euro sowie das Hinzugewinnen von 200 Qualitätspartner-Betrieben zu den bereits bestehenden 1.500 bilden die drei zentralen Ziele, die das Land Niederösterreich bis zum Jahr 2020 mit seiner vor kurzem präsentierten neuen Tourismusstrategie erreichen will. Möglich machen soll das ein Bündel von Maßnahmen, die „Niederösterreich als Land des Genießens und der Lebenskultur positioniert“, wie NÖ Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav dazu feststellt. Als Gastgeber wolle man den Besuchern für die Zeit ihres Aufenthaltes in Niederösterreich „Wohlbefinden versprechen“.

Zwei Auslands-Destinationen besonders im Fokus

Neben dem Heimmarkt Österreich, den die Landestourismusorganisation NÖ Werbung so wie bisher weiter intensiv bearbeiten will, und den Nachbarländern Ungarn, Tschechien und Slowakei stehen ab sofort zwei Auslands-Destinationen besonders im Fokus der Bemühungen um mehr Gäste: das deutsche Bundesland Bayern und – ganz neu – Polen, das sich mit fast 40 Millionen Einwohnern als großer und viel versprechender Tourismusmarkt darstellt. „Ähnlich wie die Tschechen betätigen sich auch die Polen im Urlaub gern als Radfahrer oder Bergwanderer“, zitiert NÖ Werbung-Geschäftsführer Christoph Madl aus den Ergebnissen einer Marktforschungsanalyse. Mit seiner vorhandenen Angebotspalette und durch die geographische Nähe habe Niederösterreich deshalb gute Chancen, in Polen als Tourismusziel zu punkten.

Neuer Slogan „sommer.frisch“

Die Sommersaison will man um ein neues Produkt unter dem an die Sommerfrische angelehnten Slogan „sommer.frisch“ erweitern. „Damit wollen wir Familien, Eltern mit Kindern bis 12 Jahren, aber auch die Großeltern ansprechen“, kündigt Madl an. Anbieten möchte man Urlaubspakete mit bis zu einwöchigen Aufenthalten.

Auch die Finanzierung der von der öffentlichen Hand unterstützten Tourismusprojekte will sichergestellt sein. „Die EU-Regionalförderprogramme der neuen LEADER-Periode 2014 bis 2020 beginnen jetzt zu laufen“, informiert Georg Bartmann, Abteilungsleiter für Wirtschaft, Tourismus und Technologie beim Amt der NÖ Landesregierung. Weil der Tourismus durch gute Angebote vermarktet werde, gehe es nun darum, innovative Projekte auf regionaler und lokaler Ebene zu entwickeln. „Dazu erarbeiten wir neue Förderrichtlinien“, teilt Bartmann mit. (mm)

Info | www.niederoesterreich.at
www.noel.gv.at/Wirtschaft-Arbeit/Wirtschaft-Tourismus-Technologie.html

Rubrik:: Panorama

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