17.03.2014 0 Kommentare

Neue Modelle für die Stadtzentren: Innenstädte in NÖ sollen als Quartiere aufblühen.

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Kastner nennt Horn als Beispiel.
Foto: Plp, Wikimedia

| Manch niederösterreichische Bezirksstadt sei laut Christoph Kastner praktisch nur deshalb tot, weil man die Notwendigkeiten ignoriert und kein entsprechend attraktives Umfeld für Menschen und Investoren geschaffen hat. Er fordert neue Modelle für die Stadtzentren.

“Aus der KANO-Kaufkraftanalyse wissen wir, dass so manche Innenstädte in Niederösterreich geradezu ausgetrocknet sind”, sagt Christoph Kastner, Spartenobmann-Stellvertreter Handel in der Wirtschaftskammer Niederösterreich und fordert gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst eine “Schärfung im Zentrum”. Darüber läuft derzeit in der Wirtschaftskammer eine Diskussion, um herauszufinden, welche Möglichkeiten die bestgeeigneten sind. Dabei stehen vor allem Flächen- und Bauordnungen auf dem Prüfstand. Kastner spricht sich dafür aus, dass da private und öffentliche Stellen mit dem Modell des Privat Public Partnership zusammenarbeiten. “Wir müssen in unseren Innenstädten Flächen modellieren und eine Art Quartiersentwicklung für Wohnungen, Gastronomie und Handelsbetriebe schaffen und mit diesen Maßnahmen die gesamte Infrastruktur heben”, erklärt Kastner.

Attraktives Umfeld für Menschen und Investoren schaffen

Manche niederösterreichische Bezirksstadt sei praktisch nur deshalb tot, weil man die Notwendigkeiten ignoriert und kein entsprechend attraktives Umfeld für Menschen und Investoren geschaffen hat. Er nennt Horn als Beispiel, dessen Innenstadt durch die Errichtung eines Fachmarktzentrums am Stadtrand nunmehr sehr verarmt ist. Großschönau im Waldviertel hingegen lobt Kastner als innovatives Beispiel: “Dort gelang es durch Eigeninitiative, Breitband mit 100 Mbit für alle zugänglich zu machen, was Attraktivität nicht nur für Unternehmen schafft.” Im Durchschnitt müssen die Niederösterreicher mit 3 Mbit auskommen.

Auch mit seinem eigenen Großhandelsunternehmen mit Sitz in Zwettl fühlt sich Kastner der Standortentwicklung verpflichtet.. In diesem Fall geht es vor allem um die Integration des Bauwerkes in die Umgebung. So hat man für das Betriebsgebäude Waldviertler Granit verwendet und auf der Fassade verschiedene Apfelsorten als Symbol für Lebensmittel und Vielfalt dargestellt. “Als Unternehmen haben wir eine Verantwortung als Unternehmen für die Region und damit auch für die Stadt Zwettl und ihre Bewohner. Daher haben wir dieses Gebäude errichtet, das sich in die Landschaft harmonisch einfügt”, sagt Kastner. Er verweist auch auf die im letzten Jahr durchgeführte Aktion seiner Firmengruppe zur Rettung einer Apfelallee, die im Zuge der neuen Umfahrung geopfert hätte werden sollen. “Heute sind die Bäume umgepflanzt und tragen dazu bei, dass es ein weiteres schönes Stück Fläche in der Stadt gibt”, resümiert Christoph Kastner. (jm)

Info | wko.at/noe/handel
www.kastner.at

www.wirtschaftspressedienst.com

Rubrik:: Panorama

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