04.03.2014 0 Kommentare

Neue Studie zu tschechischen Endlagerplänen unterstreicht Gefährdung Österreichs.

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Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Diana Lueger (Sängerin der Band Zweitfrau), Atomexpertin Patricia Lorenz, EVN Konzernsprecher Mag. Stefan Zach. (v.l.)
Foto: NLK, Reinberger

Wien / Zwentendorf | Das GLOBAL 2000 TOMORROW Festival sorgt von 29. Mai bis 1. Juni mit namhaften Künstlern wie Deichkind, Cro, Klingande, Jennifer Rostock u.v.m. im Atomkraftwerk Zwentendorf erneut für jede Menge Stimmung. Im Vordergrund des Festivals steht neben dem musikalischen Programm die Message: „NEIN zum gefährlichen Atommüll-Endlager an unseren Grenzen!“

Eine vom Land Niederösterreich in Auftrag gegebene Studie dokumentiert das aktuelle Programm der Endlagersuche in der Tschechischen Republik. Bereits 2018 soll die Auswahl auf zwei Standorte erfolgt sein, erst dann wäre die Einbindung Österreichs über eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgesehen. „Das ist viel zu spät, vor allem angesichts grenznaher Standorte. Abgebrannte Brennstäbe sind über Jahrhunderte gefährlich für Natur und Mensch – wir sehen nicht, dass das Programm diesen Anforderungen gerecht wird und fordern Informationen auch über die laufenden geologischen Vorbereitungsarbeiten. Unsere Studie zeigt ganz deutlich, dass auch von Endlagern eine Bedrohung für Österreich ausgehen kann“, sagt Patricia Lorenz, Atomsprecherin von Global 2000 und Autorin der neuen Studie.

Landesrat Pernkopf gibt sich entschlossen: „Unsere Politik ist ganz klar: Ja zu mehr Energie-Effizienz und Erneuerbarer Energie, Nein zu Atomkraft und Atommüll-Endlager in der Nähe unserer Grenzen.“ Dass zum Beispiel nur 30 km nördlich von Litschau, Bezirk Gmünd, ein Endlager entstehen könnte, dürfe man nicht zulassen. „Es gibt soviel bessere und sinnvollere Lösungen als die Atomkraft – darauf wollen wir auch mit dem Tomorrow-Festival hinweisen. Wir brauchen die kritische und engagierte Jugend, denn der Kampf gegen die nukleare Bedrohung ist ein Kampf, der über Generationen geführt und gewonnen werden muss,“ sagt Pernkopf.

Musikalischer und politischer Treffpunkt an einzigartigem Schauplatz

Bereits zum 3. Mal wird das nie in Betrieb genommene Kraftwerk als geschichts- und symbolträchtiger Ort erneut zum musikalischen sowie politischen Treffpunkt und einzigartigem Schauplatz eines unvergleichlichen Events. Heute betreibt die EVN auf dem Gelände des AKW Zwentendorf ein Sonnenkraftwerk. EVN Konzernsprecher Stefan Zach sagt: „Als die EVN im Jahr 2005 das Kernkraftwerk Zwentendorf übernahm, erwarben wir auch ein Stück österreichischer Zeitgeschichte und einen Ort, der viele Menschen emotional berührt. Für viele ist es heute ein Symbol für eine erneuerbare Energiezukunft. Denn durch die 2009 installierte Photovoltaikanlage liefert das AKW zu 100% nachhaltige, umweltfreundliche Energie und zeigt deutlich, dass es auch ohne Atomenergie funktionieren kann. Wir freuen uns, dass das GLOBAL 2000 TOMORROW FESTIVAL auch in diesem Jahr am Kraftwerksstandort in Zwentendorf statt findet!“

Info | www.tomorrow-festival.at

Rubrik:: Panorama

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