02.05.2014 0 Kommentare

Niederösterreich ist Land der Pendler: 140 Mio. Euro stehen für eine Bahnhofsoffensive bereit.

690793_web_R_K_by_Uwe Schlick_pixelio.de

Foto: Uwe Schlick / pixelio.de

Amstetten | „Niederösterreich ist das Land der Pendler. Jeder zweite Arbeitnehmer bezieht mittlerweile eine Pendlerpauschale.

Die Zahl der Arbeitnehmer, die ihren Bezirk verlassen, um in die Arbeit zu kommen, hat sich in den letzten 20 Jahren auf 33% verdoppelt. Deshalb sollen nun Investitions-Schwerpunkte gesetzt werden, die einerseits Entlastungen für die Pendler bringen und andererseits wichtige Wirtschafts- und Arbeitsimpulse in der Region liefern. 140 Mio. Euro stehen nun für eine Bahnhofsoffensive bereit. Insgesamt finanziert das Land Niederösterreich aktuell rund 45 Millionen Bus- und rund 24,5 Millionen Zugkilometer im Jahr. Im Bereich Park&Ride zählt Niederösterreich mehr Stellplätze als alle anderen acht Bundesländer zusammen“, erklärt der für den Verkehr zuständige Landesrat Karl Wilfing die Zielsetzung.

VP Bezirksparteiobmann Johann Heuras unterstreicht die Bedeutung der Maßnahmen für den Bezirk Amstetten „Die Bahnhofsoffensive ist auch für unseren Bezirk ein wichtiger Impuls. Über 1 Mio. Euro werden in den Bahnhof Amstetten investiert. Insgesamt zählen wir am Bahnhof Amstetten rund 7.500 Ein und Aussteiger pro Tag. Bereits heute können Pendlerinnen und Pendler auf 2200 kostenlose Park & Ride PKW-Plätze im Bezirk zurückgreifen. Bis 2015 werden es um über ein Drittel mehr sein. Durch die Verbesserungen beim Pendler-Euro wurden im Vorjahr rund 2,5 Mio Euro zusätzlich ausgeschüttet, durch die Verbesserungen beim Pendler-Rechner kommen 2014 noch einmal rund 390.000 Euro hinzu“.

Abgabefristen für die Pendlerpauschale verlängert

Niederösterreich war das erste Land, das den Pendler-Euro im Landtag gefordert hat und Verbesserungen beim Pendler-Rechner durchgesetzt hat. Der Vizepräsident der Arbeiterkammer Franz Hemm: „Durch den Pendler-Euro haben NÖ Pendler im Jahr 2013 um 46 Mio. Euro mehr erhalten als im Jahr davor. Durch die bis zum Sommer angekündigten Verbesserungen rechnen wir mit weiteren 7 Mio. Euro zusätzlich. Wichtig ist: Niemand fällt um seine zusätzlichen Ansprüche um, alle Abgabefristen für die Pendlerpauschale 2014 wurden bis zum Herbst verlängert. Konkret wird verbessert: Öffentliche Verkehrswegvarianten werden zukünftig bevorzugt, Park-and-Ride Plätze in der Nähe berücksichtigt, Fußwege zählen nicht mehr zur Öffi-Strecke und die berechnete durchschnittliche PKW-Geschwindigkeit wird reduziert. Und: Generell werden die Zumutbarkeitsbestimmungen 2014 um 30 Minuten reduziert, damit mehr Pendler in der Genuss der großen anstatt der kleinen Pauschale kommen.“

Rubrik:: Panorama

Kommentar verfassen

Zur Gewährleistung eines respektvollen Umgangs behält sich das Redaktionsteam vor, Kommentare gegebenenfalls zu entfernen.