23.05.2017 0 Kommentare

Ölheizkesselverbot in Neubauten ab 2019

Foto: eNu

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Schon seit Jahren werden immer wieder Akzente in Niederösterreich gesetzt. Nun geht der Landtag in Niederösterreich einen Schritt weiter und beschließt nun zukunftsträchtiges Ölheizkesselverbot in Neubauten ab 2019. 

In den letzten zehn Jahren haben 30.000 niederösterreichische Haushalte ihre Ölheizungen entsorgt und sind auf klimaschonende Heizsysteme umgestiegen: Fernwärme, moderne Biomasseheizungen und vor allem Wärmepumpen zeigen beachtliche Wachstumsraten. Trotz dem Rückgang in den letzten Jahren, sind noch 613.000 Ölheizungen österreichweit, davon 92.000 in Niederösterreich in Betrieb. Diesen sagt das Land Niederösterreich nun den Kampf an.

Niederösterreich als Vorreiter in Österreich

Im niederösterreichischen Landtag wurde ein Verbot von Ölheizkesseln ab dem 1.1.2019 in Neubauten beschlossen. Durch eine Novelle der Bauordnung wird der Einbau von Ölkesseln im Neubau verboten. Gleichzeitig stehen attraktive Förderungen bereit, um den Umstieg auf Erneuerbare Energien zu erleichtern. „Wir wollen möglichst viele Menschen dazu bewegen, auf erneuerbare Energieträger umzusteigen. Davon profitiert neben der Umwelt auch die eigene Geldbörse. Den eines muss man sich bewusst sein, Heizöl ist noch immer der mit Abstand teuerste Energieträger“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Winter 2016/17: Mild, aber trotzdem steigen die Heizkosten 

Die Heizsaison war voller Extreme: Auf einen warmen Dezember folgte ein eisig kalter Jänner, danach ein sehr warmer Februar und schließlich der wärmste März der Messgeschichte. Insgesamt war der Winter also überdurchschnittlich warm und trotzdem zahlen die Niederösterreicher mehr als im Vorjahr. Die Energiepreise der fossilen Energieträger, vor allem von Heizöl, sind zwischen März 2016 und März 2017 signifikant gestiegen. Man kann daher in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit Mehrkosten zwischen 100 und 450 Euro rechnen. „Dieses Jahr fällt die Heizkostenabrechnung wieder höher aus. Haushalte mit Ölheizungen bekommen das besonders zu spüren, da der Ölpreis seit dem Vorjahr kräftig angestiegen ist“, weiß Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ.

Anreize für den Umstieg

Zudem fördert das Land NÖ den Tausch von Öl- und Gasheizungen auf erneuerbare Energien mit bis zu 3.000 € und die Dämmung der obersten Geschossdecke mit bis zu 1.000 €. „Um die hauseigene Heizung zu optimieren, den Heizkesseltausch möglichst einfach zu gestalten und sich zu informieren welche Förderung es gibt, steht die Energieberatung NÖ mit einer firmenunabhängige Vor-Ort-Beratung zur Seite“, weist Greisberger hin.

info | Energie- und Umweltagentur, 02742 219-19, enu.at

 

Rubrik:: Panorama

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