20.11.2017 0 Kommentare

Österreichischer Klimaschutzpreis: Niederösterreich in zwei Kategorien vertreten

 

Die Klimaschutzpreisstatuette „Bella terra“ wurde von Künstler Thomas Stimm gefertigt.
Foto: ORF / Roman Zach-Kiesling

Der Österreichische Klimaschutzpreis 2017 ging gleich zweimal nach Niederösterreich. Die Gemeinde Krummnußbaum und die Waldviertler Werkstätten in Schrems gewannen mit ihren Vorzeigeprojekten in ihren Kategorien. 

Der Österreichische Klimaschutzpreis wird seit 2008 gemeinsam vom ORF und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft vergeben. Eine Fachjury wählte aus 173 eingereichten Projekten die besten aus und nominierte für jede Einreichkategorie vier Projekte. Diese stellten sich von 6. Oktober bis 6. November der Publikumswertung. Am 13. November fand die Preisverleihung in der Siemens City Vienna unter der Moderation von Christa Kummer statt. Beim diesjährigen Klimaschutzpreis überzeugten die niederösterreichische Gemeinde Krummnußbaum in der Kategorie „Gemeinden & Regionen“ und in der Kategorie „Betriebe“ die Waldviertler Werkstätte GmbH die Jury und das Publikum.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass Krummnußbaum und die Waldviertler Werkstätte den Klimaschutzpreis gewonnen haben. Krummnußbaum nimmt mit ihrem Projekt eine Vorbildfunktion für Gemeinden in Österreich ein. Der Klimaschutzpreis zeigt wieder einmal, dass Niederösterreich durch das Engagement jedes und jeder Einzelnen immer wieder im Spitzenfeld beim Umweltschutz ist“, freut sich LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Innen- vor Außenentwicklung in Krummnußbaum gewann in der Kategorie „Gemeinden & Regionen“

Angestoßen durch den Bodenbündnislehrgang 2011 wird dabei das Thema Flächenverbrauch durch Siedlungsentwicklung und die daraus folgenden Kosten für die Kommune thematisiert. Zu den Erfolgen des Projektes zählt das überarbeitete und beschlossene „Örtliche Raumordnungsprogramm“ der Gemeinde. Dabei wurden bereits ausgewiesene Erweiterungsflächen in Randlagen ersatzlos gestrichen und wertvolle Flächen im Zentrum für Neubebauungen verfügbar gemacht. Dadurch kann ein neues Gemeindezentrum mit Rathaus, Café, Veranstaltungssaal und betreuten Wohnungen im Zentrum errichtet werden. Die Gemeinde Krummnußbaum, die seit 2015 auch eine der 30 „e5-Gemeinden“ in Niederösterreich ist, konnte durch ihr Projekt auch einen Nahversorger zur Neueröffnung in der Gemeinde bewegen und dadurch die Lebensqualität noch zusätzlich erhöhen. „Die Gemeinde Krummnußbaum ist Teil des e5 Programms der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich und entwickelt sich somit stetig weiter. Es ist schön zu sehen, dass ihr Engagement nun mit dem Klimaschutzpreis 2017 belohnt wurde!“, freut Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ.

Photovoltaikanlagen der Waldviertler Werkstätte

Auch in der Kategorie „Betriebe“ hat ein Vorzeigeprojekt aus Niederösterreich gewonnen. Die Waldviertler Werkstätte GmbH von Heini Staudinger hat mit dem Projekt „Die Zukunft beginnt jetzt! – 15 Jahre Sonnen-Gut-Scheine“ den NÖ Klimaschutzpreis bekommen. Die Errichtung von Photovoltaikanlagen durch Crowdfunding war die Idee dieses Projekts vor 15 Jahren. Das Projekt hat bisher zum Verkauf von 12.500 sogenannten Sonnengutscheinen geführt. Ein Sonnengutschein kostet 200 Euro und die Investoren bekamen langfristig in Form von Warengutscheinen mit einem höheren Warenwert ihr Geld zurück. Mit diesem Vorzeigeprojekt wurden Photovoltaikanlagen am Betriebsgebäude und in der Umgebung ebenso finanziert wie die Dämmung von Gebäuden, ein Heizwerk oder Solarwärmeanlagen.

Energie- und Umweltagentur, enu.at

 

Rubrik:: Panorama

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