16.10.2018 0 Kommentare

Pflegeberuf – Arbeit mit Sinn und Verantwortung

Unter dem Motto „Pflege jetzt, Pflege morgen – Wohin die Reise geht?“ stand die hochkarätige Podiumsdiskussion mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Trägerorganisationen und  Landesregierung beim 3. Pflegesymposium in Krems. Auch das Hilfswerk Niederösterreich war vertreten – Geschäftsführer Mag. Christoph Gleirscher erläuterte den Standpunkt des Hilfswerks in Bezug auf Personalmangel, das notwendige Umdenken für die Zukunft und Sichtbarmachen der positiven Erlebnisse, die der Pflegeberuf mit sich bringt.

Foto: Hilfswerk, Franz Gleiß

Immer wieder wird über den Pflegenotstand diskutiert. Fakt ist: Menschen werden immer älter, der Pflegebedarf steigt und es fehlt an Personal. Ändern wird sich das in den nächsten Jahren  nicht, da sind sich die Expertinnen und Experten einig. „Der Personalmangel ist gekommen um zu bleiben, Handlungsbedarf besteht dringend“, ist sich Christoph Gleirscher sicher. Er betont weiters: „Ziel muss es sein, die Tätigkeitsfelder im Bereich der mobilen Pflege attraktiver zu gestalten. Die Fachkräfte im Bereich der mobilen Pflege müssen frei agieren dürfen, um auf die immer individueller werdenden Bedürfnisse eingehen zu können und die verschiedenen Familiensituationen zu lösen.“

Das Hilfswerk Niederösterreich begrüßt die vom Land Niederösterreich initiierte, für 2019 geplante, gemeinsame Kampagne in diesem Bereich.

Schwerpunkt Demenz: das Hilfswerk Niederösterreich setzt auf Weiterbildung

Neben der Weiterentwicklung auf Führungseben ist auch eine fachliche Zusatzqualifikation möglich.

Das Hilfswerk Niederösterreich fokussiert bei seinen Fachschwerpunkten auf die Bereiche Wundmanagement, Palliativpflege, Schmerz und Demenz. Gerade der letzte Punkt ist ein Thema das in den nächsten Jahren in der Pflege und Betreuung noch mehr an Bedeutung zunehmen wird. Einer Schätzung der österreichischen Alzheimer-Gesellschaft zufolge leben 80 % der Personen mit Demenzerkrankungen zu Hause und werden von Angehörigen betreut. Der Umgang mit den zahlreichen Herausforderungen, die die Erkrankung mit sich bringt, erfordert kompetente Beratung und Begleitung der Betroffenen und Angehörigen.

Österreichweit sind bereits 130.000 Menschen an Demenz erkrankt. Bis 2050 wird sich diese Zahl verdoppelt. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, hat das Hilfswerk Niederösterreich in den letzten Jahren über 40 Demenzexpertinnen ausgebildet. Laufend werden weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich geschult.

Damit kann das Hilfswerk flächendeckende Fachexpertise im Bereich der Demenz anbieten. Im Rahmen einer mobilen Pflegeberatung können Demenzpatienten sowie ihre Angehörigen kompetent unterstützt werden: durch Handlungsanleitungen zur Pflege und Betreuung, Informationen zum Umfang mit Wesensveränderungen des/der Kranken oder Tipps zum Gedächtnis- und Alltagstraining. Auch in den zwölf Familien- und Beratungszentren des Hilfswerks ist man kompetente Anlaufstelle für Angehörige. In den Beratungen durch Psychologen und Therapeuten kann die psychische Belastung, die durch solch eine Situation entstehen kann, professionell thematisiert werden

„Gemeinsam finden wir die passende Lösung für dich und deine Familie“

So unterschiedlich Familiensituationen sein können, so verschieden und individuell sind auch die Angebote und Leistungen des Hilfswerks. Das Hilfswerk Niederösterreich gibt Familien in schwierigen Lebenssituationen Halt und Orientierung. Die Expertinnen und Experten aus dem Bereich Hilfe und Pflege daheim und den Familien- und Beratungszentren unterstützen Betroffene dabei, krisenhafte Situationen zu überstehen und sich neu zu orientieren.

web | www.hilfswerk.at

Rubrik:: Panorama

Kommentar verfassen

Zur Gewährleistung eines respektvollen Umgangs behält sich das Redaktionsteam vor, Kommentare gegebenenfalls zu entfernen.