21.08.2014 0 Kommentare

Prekäre Arbeitsverhältnisse: Forderung nach Ende von unbezahlten Praktika wird wieder laut.

Unbezahlte_Praktika

Unterstützen die Initiative unbezahlte Praktika: Jugendgemeinderätin Julia Wiesner, Gemeinderat Gerhard Riegler, JG-Vorsitzende Silvia Übelbacher, Gemeinderat Sebastian Schuller, JG-Vorstandsmitglied Katharina Puchebner, Vizebürgermeister Michael Wiesner (v.l.). Foto: SPÖ Amstetten

Amstetten | Oft verbergen sich hinter dem Titel „Praktikum“ prekäre, also unter- oder unbezahlte Arbeitsverhältnisse. Besonders häufig davon betroffen sind junge, hochqualifizierte Menschen mit einem Studien- oder FH-Abschluss. Die die SPÖ und die Junge Generation Amstetten unterstützen die Initiative „Schluss mit unbezahlten Praktika“.

„Es kommt häufig vor, dass Frauen und Männer nach Abschluss der Schule, oder während einer Ausbildung einen 40-Stunden-Job erledigen und dafür kaum oder gar nicht entlohnt werden“, sagt Jugend-Gemeinderätin Julia Wiesner. Zu groß ist die Hoffnung, dass aus dem unbezahlten “Praktikum” ein fixer Arbeitsplatz entsteht, zu tief sitzt die Angst davor wegen eines schlechten Rufs  in der gewünschten Branche gar nicht mehr beschäftigt zu werden, obwohl es nach dem Arbeitsrecht den Begriff „Praktikum” gar nicht gibt. Ein “Ferienjob”, ein sogenanntes “Ferialpraktikum” oder auch ein umgangssprachlich “freiwilliges Praktikum” genannt, welches neben der Schule oder Hochschule und sogar danach absolviert wird, sind laut Arbeitsrecht ganz normale befristete Dienstverhältnisse, die auch entsprechend entlohnt werden müssen.

Ein wichtiger Schritt sei es, die Unternehmen stärker zu kontrollieren, was solche Arbeitsverhältnisse betrifft und die Betroffenen zu informieren. Außerdem hat das Sozial­ministerium in Kooperation mit dem Verein „Generation Praktikum“ eine Online-Anlaufstelle eingerichtet, an die sich Betroffene anonym wenden können.

Info | watchlist.praktikum.at, www.spoe.amstetten.at

Rubrik:: Panorama

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