22.08.2017 0 Kommentare

Rund 400 Almen und Gemeinschaftsweiden sorgen in Niederösterreich für Erholung in luftiger Höhe.

Am Dienstag, 15. August, stand eine dieser Almen samt der engagierten Arbeit der heimischen Almbauern im Mittelpunkt. Der Grund: Knapp 3.000 Besucher nutzten zu Maria Himmelfahrt die Gelegenheit und nahmen am 68. Niederösterreichischen Almwandertag teil. Heuer bildete das Hochkar in der Gemeinde Göstling an der Ybbs die perfekte Kulisse.

Mit Begeisterung haben die Besucher beim tradtitionellen Offenen Singen der Volkskultur Niederösterreich mitgemacht.
Foto: LK NÖ/Paula Pöchlauer-Kozel

Was wäre Niederösterreich ohne seine Almen und Weidetiere? Für die Gäste vom Tal sind sie wertvolle Oasen der Erholung und auch Wanderer würden bei weitem nicht auf ihre Kosten kommen. Mit 9.400 Hektar und mehr als 7.000 aufgetriebenen Rindern sind die Almen und Gemeinschaftsweiden für den Sommer- und Wintertourismus also von großer Bedeutung. Doch diese Art der Bewirtschaftung verlangt den Bauern einen enormen Arbeitseinsatz, viel Engagement und Idealismus ab.

Nächtigungsplus im Tourismus

„Die beeindruckende Schönheit unserer heimischen Landschaft ladet seit jeher dazu ein, aus dem Alltag zu entfliehen und in der vielfältigen Natur, Kraft für Herausforderungen jeder Art zu tanken. Nicht nur wir, die unser Bundesland kennen und lieben, schätzen diese Qualität, die Niederösterreich bietet, auch die stetig steigenden Zahlen im Tourismus zeugen vom Wert unserer Region. So konnten wir bereits in der Sommervorsaison ein weiteres Nächtigungsplus von 6,9% gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Darüber freuen sich natürlich die heimische Wirtschaft sowie unsere Bäuerinnen und Bauern, die unsere Landschaften gestalten, bewirtschaften und pflegen“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl- Leitner.

Dürrnstein als UNESCO-Weltnaturerbe

Stephan Pernkopf streicht den hohen Wert der Almwirtschaft für unser Naturland Niederösterreich hervor: “Die Almbauern sorgen für die wunderschöne Landschaft, um die uns die ganze Welt beneidet. Die Almfläche am Hochkar grenzt noch dazu an unser einzigartiges Wildnisgebiet Dürrnstein. Die Auszeichnung dieses Urwalds zum UNESCO-Weltnaturerbe ist das beste Beispiel, das Naturschutz und Bewirtschaftung im Einklang funktionieren kann.”

„Mit der Alm verbinden wir nicht nur besondere Momente, sondern auch besondere Eigenschaften und Werte. Wasser, Luft, Freiheit und eine gute Jause nach der Wanderung – das alles hat man im Kopf wenn man von Almen spricht. Dinge, die wir der nachhaltigen Wirtschaftsweise unserer Almbauern zu verdanken haben. Mit dem Klimawandel steigt auch künftig die Bedeutung von Almflächen und deren Bewirtschaftung weiter an. Talregionen werden vor Naturgewalten geschützt und alleine für den Alpenhauptkamm wird mit einem Zuwachs des Biomasseanteils von 10 bis 20 Prozent gerechnet“, erklärt Landwirtschaftskammer Präsident Hermann Schultes und streicht damit den Wert der Almen einmal mehr hervor.

„Almwirtschaft und Rinderzucht sind untrennbar verbunden“

Doch nicht nur die Gesellschaft im Allgemeinen profitiert von den unzähligen Mehrwerten, die gut bewirtschaftete Almen mit sich bringen. Auch für Rinderhalterinnen und Rinderhalter sind die Vorteile nicht von der Hand zu weisen, wie Alm- und Weidewirtschaftsvereins- Obmann Josef Mayerhofer zu berichten weiß: „Almwirtschaft und Rinderzucht sind untrennbar miteinander verbunden. Der Bewegungs- und Kreislaufapparat der Tiere wird gestärkt und die kräuterreiche Vegetation sowie die Höhenstrahlung tragen den Rest für die Gesundheit der Tiere bei.“

info | lk-noe.at

Rubrik:: Panorama

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