03.05.2017 0 Kommentare

Schönheit liegt im Auge des Betrachters: Exterieurbeurteilung beim Jungzüchterprofi

Die 24 Teilnehmer am Modul 7 des Ausbildungsprogrammes “Jungzüchterprofi” lernten 22. und 23. April in der Landwirtschaftlichen Fachschule Hohenlehen im südlichen Mostviertel, dass Schönheit auch messbar sein kann. Lineare Nachzuchtbeurteilung bedeutet: Die messbaren Kennzahlen im äußeren Erscheinungsbild einer Kuh, anhand von Zahlen, zu dokumentieren. 

Foto: Privat

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Meinhard Huber fungierte als Referent bei der Rasse “Holstein” und stellte amSamstagvormittag, dem 22. April, die Grundzüge der Beurteilung von Kühen dar. Damit das Gelernte gefestigt wird, konnten die Profis ihr Können am Nachmittag am Tier ausprobieren. Hierfür durften die Jungzüchter die Reise nach Opponitz zum Betrieb Schnabel antreten. Dieser präsentierte sein Konzept mit dem neu errichteten Milchviehstall. Gleichzeitig stellte er vier Kühe für die Exterieurbeurteilung zur Verfügung. Abends besuchten die Jungzüchterprofis den bekannten Zuchtbetrieb von Erika und Rudolf Prosini in Göstling/Ybbs. Prosini, seines Zeichens bekannt für die Züchtung der Stiere “Mandl” und “GS Zaradi”, präsentierte seine wertvolle Zuchtherde und stand den Teilnehmern auch bei kritischen Fragen Rede und Antwort.

“Fleckscore-Wettbewerb”

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der “Fleckscorebeurteilung”, welches vom Leiter der Exterieurbewertung seitens der Arbeitsgemeinschaft österreichischer Fleckviehzüchter (AGÖF), Gerald Pollak vorgestellt wurde. Die Praxis durfte dabei nicht zu kurz kommen und so stellten sich alle Teilnehmer am Nachmittag dem “Fleckscore-Wettbewerb”. Besonders erfreulich war, dass die Ergebnisse der Teilnehmer vom Jungzüchterprofi weniger Abweichungspunkte ergaben, als die der Teilnehmer beim “Fleckscore-Weltcup”. Eine Beurteilung in Worte zu fassen oder zu kommentieren ist nicht immer so einfach. Dies musste ein Großteil der Teilnehmer beim praktischen Üben des Preisrichtens feststellen und sorgte für einige amüsante Momente.

Als Sieger beim Wettbewerb ging Johann Hager aus Kössen (Tirol) hervor, knapp gefolgt von Christina Mühlthaler aus Rauris (Salzburg) und Elisabeth Moser aus Reith im Alpbachtal (Tirol) entschied den dritten Rang für sich. Hannes Filzer aus Kirchberg in Tirol schloss mit diesem Wochenende das Ausbildungsprogramm des Jungzücherprofis 2020 erfolgreich ab. Die hervorragende Betreuung durch die Landwirtschaftliche Fachschule Hohenlehen trug wesentlich zum Erfolg dieses Wochenendes bei.

info lfs-hohenlehen.ac.at

Rubrik:: Panorama

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