18.04.2014 0 Kommentare

Seit 10 Jahren in Österreich im Einsatz: E-Card diese Woche eine Milliarde Mal benutzt.

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Foto: SVC

| Die E-Card, die Zugangskarte zu den Leistungen der Krankenversicherung, ist seit zehn Jahren in Österreich im Einsatz. In dieser Woche wurde die grüne Karte insgesamt eine Milliarde Mal benutzt – das heißt zum 1 000 000 000. Mal wurde eine E-Card in einer Arztordination oder Ambulanz in ein Kartenlesegerät gesteckt.

Die Karte hat sich im vergangenen Jahrzehnt als sicherer Zugangsausweis für die Leistungen der Krankenversicherung bewährt. Seit der Einführung im Dezember 2004 stehen die „Gesundheitskarte“ im praktischen Scheckkartenformat und das hochsichere E-Card-System rund um die Uhr rund neun Millionen Versicherten mit ihren Anspruchsberechtigten in ganz Österreich zur Verfügung.

In Niederösterreich wurden 2013 Monat für Monat mehr als zwei Millionen Patientenkontakte mit der E-Card registriert. Die NÖGKK allein verzeichnete im Vorjahr 16,7 Millionen E-Card-Konsultationen sowie 31 922 Neuausstellungen.

Zeit sparen, Geld sparen, Arbeit erleichtern

„Die Karte ist heute einfach nicht mehr wegzudenken“, sagt NÖGKK-Obmann KR Gerhard Hutter. Sie ist viel mehr als ein reiner Krankenscheinersatz. Schritt für Schritt wurden Papierprozesse durch elektronische Lösungen ersetzt. Patientinnen und Patienten ersparen sich unnötige Wege und Gesundheitsdienstleistern bringt sie administrative Erleichterungen“, erklärt Hutter. Heute werden etwa Krank- und Gesundmeldungen sowie die Dokumentationsblätter für die Vorsorgeuntersuchung genauso elektronisch mit dem E-Card-System abgewickelt wie Anträge für bewilligungspflichtige Medikamente. Die durchschnittliche Antwortzeit des chefärztlichen Dienstes auf einen derartigen Antrag lag im Vorjahr bei unter sechs Minuten.

Doch die E-Card kann mehr. Wird sie als Bürgerkarte aktiviert, wandelt sie sich zu einem elektronischen Ausweis, mit dem Amtswege rund um die Uhr von zu Hause aus erledigt werden können. Bespiele sind etwa die zahlreichen Online-Services der österreichischen Sozialversicherung wie der eigene Versicherungsdatenauszug, Informationen über in Anspruch genommene Leistungen der Krankenversicherung – und in Zukunft das persönliche Pensionskonto.

Auch während eines Urlaubs im Ausland bietet die E-Card viele Vorteile: Die Europäische Krankenversicherungskarte, die auf der Rückseite aufgedruckt ist, ermöglicht den Zugang zu Gesundheitsleistungen in allen EU-Ländern und zusätzlichen Vertragsstaaten.

Sichere Leitungen, abgeschirmte Netze

„Die E-Card und die eine Milliarde Einsätze beweisen uns, wie sicher und leistungsfähig dieses System ist“, sagt Hutter. Jede Abfrage wird genau dokumentiert, auf der Karte selbst sind aber weder versicherungsrelevante Daten noch Gesundheitsdaten gespeichert. „Die E-Card ist nur der Schlüssel, der den Zugang zu Daten aufsperrt“, erklärt der NÖGKK-Obmann. Im E-Card-System gilt das Zwei-Schlüssel Prinzip – das heißt, dass nur gemeinsam mit der Karte der Patientin oder Patienten sowie der Ordinationskarte auf die Daten zugegriffen werden kann. Die Datenübertragung erfolgt über gesicherte Leitungen und spezielle Netze für Arztpraxen, Apotheken und Krankenanstalten. Hutter: „Die zehnjährige Erfolgsgeschichte der E-Card ist der beste Beweis dafür, dass wir mit der elektronischen Gesundheitsakte ELGA auf dem richtigen Weg sind.“

Info | www.noegkk.at

Rubrik:: Panorama

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