24.11.2014 0 Kommentare

Sieben von zehn Paar Damen-Schuhen wandern retour. Online-Handel ökologisch problematisch.

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Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

| Mit der Durchdringung des Internets in immer mehr Lebensbereiche und dem Vormarsch der mobilen Smartphones wächst auch der Online-Handel rasant. Insbesondere gilt das für den Kauf von Mode und Freizeitartikeln über die im World-Wide-Web verfügbaren Bestell-Plattformen. Doch mit dem zunehmenden Geschäft zeigen sich auch Schattenseiten, denn die Zustellung der Ware verursacht auch beträchtliche Umweltbelastungen.

Das häufig übliche Zurückschicken von im Internet bestellter Ware bedeutet eine erhebliche Belastung für die Umwelt. Das verschwenderische Kundenverhalten wird vor allem bei Textilwaren deutlich. „Bei der Bekleidung wird rund die Hälfte der bestellten Ware von den Kunden wieder zurückgeschickt, weil Bluse, Hemd oder Hose bei der Anprobe nicht passen oder nicht gefallen“, berichtet Jutta Pemsel, Obmann-Stellvertreterin der Sparte Handel in der NÖ Wirtschaftskammer. Noch krasser sei es bei den Schuhen, vor allem bei Damenschuhen, „da gibt es Rücklaufquoten bis zu 70 Prozent“, rechnet sie vor. Das sei ökologisch problematisch, zumal die Retourware meist über große Distanzen zu einem Lager des Händlers transportiert werden muss, das vielleicht auch noch im Ausland liegt. Dies stellt eine erhebliche Umweltbelastung dar, die nicht notwendig wäre.

Wie eine von der Wirtschaftsuniversität Wien durchgeführte Studie über den Online-Handel mit Mode und Freizeitartikeln ergeben hat, werden trotz wachsendem Internet-Absatz auch in Zukunft die stationären Geschäfte dominieren. Allerdings: „Auch kleine und mittelständische Händler müssen in Zukunft verstärkt online kommunizieren. Die Kunden erwarten eine professionelle Präsenz im Internet – auch wenn das nicht zwingend bedeutet, dass die Ware online bestellt wird“, so Jutta Pemsel. (mm)

info | wko.at/noe/mode-freizeit

Rubrik:: Panorama

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