31.03.2014 0 Kommentare

Sonnenenergie: Größtes Bürger-Sonnenkraftwerk steht im Bezirk Scheibbs.

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Foto: Uwe Schlick / pixelio.de

Zarnsdorf | Der Verein PVW-Photo Voltaik Wolfpassing, der insbesondere die Sonnenenergie als erneuerbare Energie nutzen will, hat in Zarnsdorf am südwestlichen Rand des neu geschaffenen Wirtschaftsparks der ecoplus eine 400 kWp-Photovoltaikanlage in nur sieben Wochen Bauzeit errichtet.

Ende Mai 2013 ist die Photovoltaikanlage in Zarnsdorf in Betrieb genommen worden. Dabei handelt es sich um die größte Bürgerbeteiligungsanlage Niederösterreichs. Finanziert wurde sie ausschließlich von 63 Mitgliedern des Vereins. “Unsere Anlage hat mehrere Väter”, berichtet PVW-Obmann Friedrich Salzer dem NÖ Wirtschaftspressedienst. “Die Initiativen dazu gingen vom Dorferneuerungsverein Zarnsdorf, vom Wolfpassinger Bürgermeister Josef Sonnleitner und von mir als Umweltgemeinderat aus. Wir wollten damit die Bevölkerung der Gemeinde Wolfpassing für die Nutzung der Sonnenenergie mit ins Boot holen und insbesondere jenen die Möglichkeit zur Teilnahme eröffnen, denen es nicht möglich ist, eine eigene Anlage zu finanzieren.”

Das Grundstück hat der Verein auf 40 Jahre gepachtet. Das Gesamtinvestitionsvolumen belief sich auf rund 620.000 Euro. Der erzeugte Strom wird in den nächsten 13 Jahren zum bewilligten ÖMAG-Tarif ins Stromnetz der EVN eingespeist. Dazu war auch die Errichtung einer eigenen Trafostation notwendig.

Anlage deckt Bedarf von 100 Einfamilienhäusern

Die in drei Reihen übereinander ausgerichteten Photovoltaikmodule sollen mit der optimalen Neigung zur Sonne einen Jahresenergieertrag von rund 400.000 kWh erwirtschaften. Das entspricht dem Bedarf von etwa 100 Einfamilienhäusern und spart jedes Jahr rund 160 Tonnen CO2 ein. Die Anlagen sind als 20 Photovoltaikanlagen mit je 20 kWp Leistung konzipiert.

“Seit der Inbetriebnahme läuft die Anlage sehr gut”, sagt Friedrich Salzer. “Die Erträge liegen bis dato über den Erwartungen. Seit der Inbetriebnahme wurden bereits 330 MWh Strom produziert. Wir haben auch ein Monitoring installiert. Damit kann sich jedes Vereinsmitglied über Internet, aber auch über Smartphone-App über die Leistung der Anlage informieren.” (dsh)

Info | www.wolfpassing.gv.at

Rubrik:: Mostviertel

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