03.06.2014 0 Kommentare

Sonnenuhr lässt Hollensteins ältestes Haus in neuem Glanz erstrahlen.

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Die Sonnenuhr am Stiftshaus in Hollenstein ist nicht nur Schmuckstück, sondern auch Verbindung zu Geschichte und Tradition im Kulturpark Eisenstraße. Bei der Enthüllung am vergangenen Samstag freuten sich: der Ybbsitzer Bürgermeister Josef Hofmarcher, der Hollensteiner Bürgermeister Manfred Gruber, Leopoldine Spitzer, Künstlerin Christine Habermann, Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger und Hausherr Michael Spitzer (v.l.).

Eisenstraße | 1250 wurde das Stiftshaus erstmals erdkundlich erwähnt. Seit vergangenem Samstag ist das älteste Haus der Gemeinde Hollenstein an der Ybbs um eine besondere Attraktion reicher. Besitzer Michael Spitzer und Künstlerin Christine Habermann von Hoch enthüllten die aus Kupfer und Blattgold gefertigte Sonnenuhr, welche der Sanierung des historischen Schmuckstücks die Krone aufsetzt.

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Der Besitzer des Stiftshauses, Michael Spitzer, mit Künstlerin Christine Habermann vor der Sonnenuhr.

1989 hatte Familie Spitzer das baufällige Gebäude von der Diözese St. Pölten erworben. Seitdem renovierte der Hollensteiner aus Überzeugung das geschichtsträchtige, frühgotische Haus in mehreren Schritten. Mit der Installierung der Sonnenuhr, die den Namen Via lucis („Weg des Lichts“)  trägt, sind die Restaurierungsarbeiten nun vollendet. Auch die Gartenanlagen wurden liebevoll gestaltet.

Das Wirken von Michael Spitzer als Unternehmer, aber auch für den Ort und die gesamte Region Kulturpark Eisenstraße strich Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger in seiner Rede hervor, in der er auch auf Spitzers Engagement bei der Rettung der Königsberglifte hinwies. Kein Wunder, dass die gemütliche Feier mit Nachbarn, Freunden, Gemeinde- und Pfarrvertretern zu späterer Stunde vom Stiftshaus in den KE Kräutergarten am Königsberg verlegt wurde. Michael Spitzer hat hier mit seinem Unternehmen TVA und in enger Zusammenarbeit mit Rudi Jagersberger ein idyllisches Kräuterreich geschaffen.

Astronom und Mathematiker halfen mit

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Blick auf die Sonnenuhr.
Fotos: www.eisenstrasse.info

Bürgermeister Manfred Gruber freute sich über die neue touristische Attraktion mitten im Ort und bedankte sich bei Familie Spitzer für den großen Einsatz für Hollenstein. Die Sonnenuhr mit ihren lateinischen Ziffern gilt als echter Hingucker, an der man mit einem geschulten Blick die lokale Zeit ablesen kann. „Ich habe mich in das Thema Sonnenuhren erst einlesen müssen. Ein Astronom und ein Mathematiker halfen mir bei der Umsetzung“, verriet die Künstlerin aus Ybbsitz. Stolz auf das außergewöhnliche Werk war auch der Ybbsitzer Bürgermeister Josef Hofmarcher.

Das Stiftshaus gehörte einst zu Schloss Freising und hat eine wechselvolle Zeit hinter sich. Einst als Jagd- und Fischereihaus genutzt war es Sitz des geistlichen Vertreters in Hollenstein. Es überstand einen Brand und zwei Blitzeinschläge – und präsentiert sich nun als Kleinod, dem dank Familie Spitzer die Sonne lacht.

Rubrik:: Mostviertel

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