15.07.2015 0 Kommentare

Unterstützung für Ideen: Bühne frei für Österreichs Sozialfestival Tu was, dann tut sich was.

Rund 100 Menschen aus der Region Mostviertel-Mitte, Projektträger vorangegangener Tu was-Regionen, Freunde und Unterstützer folgten der Einladung der LEADER Region Mostviertel-Mitte zum Eröffnungsfest am 26. Juni im Stift Lilienfeld. Die Aufbruchsstimmung war spürbar. Ins Leben gerufen wurde Österreichs erstes Sozialfestival „Tu was, dann tut sich was.“ vom Philosophen und Theologen Clemens Sedmak. Über einem Zeitraum von 24 Monaten werden die BewohnerInnen einer Region organisatorisch und finanziell unterstützt, ihre Ideen für ein besseres Zusammenleben zu verwirklichen. Ermöglicht wird dieses Festival von einem Konsortium österreichischer Stiftungen (Sinnstifter). Nach dem Lungau (2011), der Steirischen Eisenstraße (2012/13) und der Mühlviertler Alm (2013/2014) ist die LEADER-Region Mostviertel-Mitte der vierte Austragungsort.

Foto: Tu was dann tut sich was

Foto: Tu was dann tut sich was

Steine ins Rollen bringen

„Wir sollten die Dinge nicht zu selbstverständlich nehmen.“ In seinem Impulsvortrag gab Clemens Sedmak, Philosoph, Theologe und Initiator des Festivals, Anstöße, die zum Weiterdenken anregen: Wenn sich das Gefühl bemerkbar macht, dass man etwas verändern möchte, dürfen die Möglichkeiten nicht fehlen: denn „es könnte auch anders sein!“ Österreichs erstes Sozialfestival „Tu was, dann tut sich was.“ bietet Gelegenheit, neue Formen des Miteinanders und der Verbesserung des sozialen Zusammenhalts in der Region zu leben.

Nägel mit Köpfen

Petra Scholze-Simmel, Geschäftsführerin der LEADER-Region Mostviertel-Mitte, erläuterte den Hintergrund und Ablauf des Festivals und lud zum Mitmachen ein: Alle Menschen in der Region Mostviertel-Mitte sind aufgerufen, ihre Ideen beim Team des LEADER-Regionalbüros oder beim Tu was-Team in Salzburg einzureichen. Die diesjährigen Themen „Vielfalt und Zusammenhalt“, „Miteinander der Generationen“ und „gute Dorfgemeinschaft“ geben kreativen, sozialen Gedanken Platz sich zu entwickeln. Die erste Einreichfrist für Einzelpersonen und Vereine läuft noch bis 31. Juli 2015. Eine nochmalige Gelegenheit, Ideen einzureichen, besteht vom 01. September bis 31. Oktober.

Gelebte Beispiele

Wie eine erfolgreiche Umsetzung eines Projektes aussehen kann, präsentierten Projektträger verwirklichter Projekte in der Mühlviertler Alm. Johann Gradl, Altobmann der Mühlviertler Alm, konnte bestätigen, dass sich neue Allianzen des Miteinanders gebildet haben, seit das Festival dort Station machte. Mit der symbolhaften Übergabe der Tu was-Torte mit der Aufschrift „Viel Erfolg!“ an Bügermeister Anton Gonaus, Obmann der LEADER Region Mostviertel-Mitte und Bürgermeister Herbert Schrittwieser, Obmann der Kleinregion Traisen-Gölsental soll an dieses Gelingen angeknüpft werden.
Der Anfang ist gemacht
Bereits im Mai fand in Traisen eine Tu was-Zukunftskonferenz statt, bei der Ideen für ein soziales Regionsprojekt im Traisen-Gölsental gesammelt wurden. Einige Ideenträger präsentierten in Vertretung der Konferenzteilnehmer ihre Projektideen, die sich mit dem Wissenstransfer zwischen den Generationen, kreativen, kulinarischen und grünen Begegnungsräumen beschäftigen. In den nächsten Wochen werden diese Ideen weiterreifen und 2015/2016 umgesetzt.

Anknüpfung an Erfolge

Aus vielen kurzen Bändern knüpften alle Festgäste abschließend eine lange Schnur. Getreu dem Motto „Tu was, dann tut sich was.“ – Jeder einzelne für ein gemeinsames Miteinander.
Für kulinarische und musikalische Leckerbissen aus der Region sorgten lokale Schmankerl serviert von Schülern der HLW Türnitz und die Band „Opfekompott“, die mit ihrer Mischung aus Folk, Rock, Jazz, Blues und einem Schuss Volksmusik den Abend untermalten.

info | tu-was.at

Rubrik:: Mostviertel

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