03.10.2014 0 Kommentare

Spatenstich für Passivhaus Eisenstraße: Öko-Pioniere bauen in Neubruck.

PF_98b

Die Ehrengäste und die Vertreter der beteiligten Mostviertler Handwerksbetriebe beim Spatenstich für das Passivhaus Eisenstraße, im Hintergrund das Töpperschloss und die bei der Feier aufspielende Josefimusik. Foto: www.eisenstrasse.info

Eisenstraße | Töpperschloss und Töpperkapelle bekommen einen modernen „Nachbarn“: Eine Mostviertler Handwerkergruppe rund um Holzbau- und Zimmermeister Adi Strigl aus Lunz am See errichtet am Landesausstellungsareal Neubruck das „Passivhaus Eisenstraße“. Am vergangenen Dienstag, 30. September, erfolgte der Spatenstich für das zukunftsweisende Projekt durch Landesrat Stephan Pernkopf, Adi Strigl und die Verantwortlichen der „Neubruck Immobilien GmbH“.

„Das Projekt Passivhaus Eisenstraße hat in zweifacher Hinsicht Vorbildfunktion: Es zeigt die hohe Qualität des Handwerks im Mostviertel und in der Eisenstraße – und es setzt konkrete Taten für Ökologie und Umweltschutz“, betonte Pernkopf in seiner Festrede. Elf Mostviertler Handwerksbetriebe errichten nach den technischen Plänen und Vorgaben des Bautechnikbüros „ecoconcept“ aus Lunz am See das „Passivhaus Eisenstraße“. „Es zeichnet sich durch zeitgemäße Architektur und Ausstattung aus, greift aber gleichzeitig traditionelle Bauformen der Region auf“, so Strigl. Mit Partnern aus der Industrie werden zu 99 Prozent ökologische Baustoffe verwendet, durch die Photovoltaikanlage wird das Passivhaus zum „Plusenergiehaus“. „Wir werden auch eine Ökobilanz für das Projekt erstellen“, kündigte der Holzbau- und Zimmermeister an, der bereits über 100 Passivhausprojekte in der Region und darüberhinaus umgesetzt hat.

„Mit dem Passivhaus Eisenstraße wollen wir zeigen, wie ressourcenschonend man im Jahr 2015 bauen und wohnen kann. Wir freuen uns auf viele interessierte Besucher im Jahr der Niederösterreichischen Landesausstellung“, so Wolfgang Pickl, der neben Adi Strigl und Haustechniker Robert Zellhofer eine der wesentlichen Triebfedern des Projekts ist.

Spatenstich als Freudentag

Für die Verantwortlichen der „Neubruck Immobilien GmbH“ war der Spatenstich ein Freudentag. „Nach der Firma Hydroconnect gelang nun bereits die zweite hochinnovative Ansiedlung im interkommunalen Betriebsgebiet Neubruck. Für mich sind die Initiatoren des Passivhauses Eisenstraße echte Pioniere – wie damals Andreas Töpper“, so Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger, ehrenamtlicher Geschäftsführer der „Neubruck Immobilien GmbH.“ Bürgermeisterin Waltraud Stöckl, stellvertretende Vorsitzende der „Neubruck Immobilien GmbH“, ergänzte: „Heute leuchten nicht nur die Augen der Projektbetreiber, sondern auch unsere. Denn gemeinsam wurde das perfekte Grundstück für das Passivhaus gefunden.“

Die Grundsteinlegung ging bei idyllischem Herbstwetter über die Bühne. Die „Josefimusik“ spielte auf, Schmiedmostbauer August Frühwald, Peter Bruckner von „Bruckners Bierwelt“ und die Landwirtschaftliche Fachschule Gaming kredenzten regionale Schmankerl. Zahlreiche Ehrengästen waren gekommen – darunter Landtagsabgeordnete Bürgermeisterin Renate Gruber, Wirtschaftskammer-Bezirksobfrau Erika Pruckner, Bezirkshauptmann Johann Seper, Johann Vieghofer (Raiffeisenbank Region Eisenwurzen) und mehrere Bürgermeister aus dem Kulturpark Eisenstraße.

2015 wird das Passivhaus Eisenstraße zu den Öffnungszeiten der Niederösterreichischen Landesausstellung „ÖTSCHER:REICH – Die Alpen und wir“ frei zugänglich sein, gleichzeitig wird es auch als Büro- und Vertriebsstandort dienen.

info | www.eisenstrasse.info

Rubrik:: Mostviertel

Kommentar verfassen

Zur Gewährleistung eines respektvollen Umgangs behält sich das Redaktionsteam vor, Kommentare gegebenenfalls zu entfernen.