22.11.2016 0 Kommentare

Starke Bilanz der 62. Amstettner Kulturwochen

Vor 62 Jahren (in Worten: zweiundsechszig) wurden die Amstettner Kulturwochen ins Leben gerufen. Seither ist die Beteiligung heimischer Kulturvereine und Künstler ungebrochen. Mit insgesamt 23 Veranstaltungen ist es heuer einmal mehr gelungen, mit der Vielfalt heimischer Kunst und Kultur ein breites Publikum anzusprechen. Neben zahlreichen Musikveranstaltungen heimischer Chöre, Vereine und Bands fanden auch Theater- und Filmvorführungen sowie zwei interdisziplinäre Abende und ein Kabarettabend statt.

Prof. Fritz Steiner: Der Künstler und seine Zeit in der Galerie Schau-ST.A.LL Foto: Wolfgang Kapf

Prof. Fritz Steiner: Der Künstler und seine Zeit in der Galerie Schau-ST.A.LL
Foto: Wolfgang Kapf

Für einen tollen Auftakt der heurigen Kulturwochen sorgte in der Johann-Pölz-Halle die Theatergruppe TheSaStA, die heuer ihr 50jähriges Bestandsjubiläum feiert, mit der Premiere von Nestroys „Lumpazivagabundus“. Bemerkenswert gestaltete sich auch das weitere Programm. Ging es bei Lumpazivagabundus und beim Kabarettabend „Hasenfurz & Sonnenschein“ mit Max Mayerhofer und Susi Leonhartsberger noch vorwiegend heiter zu, so hinterließen vor allem die in Kooperation mit dem Arbeitskreis Film und dem SüdFILMfest Amstetten gezeigten Filme und das Theaterstück „Paul und der rote Luftballon“ (in Kooperation mit dem HOSPIZförderverein Amstetten) tiefe und bewegende Eindrücke. Einen sehr wichtigen und beeindruckenden Programmpunkt setzte, anlässlich des 25-jährigen Bestehens, das Frauenhaus Amstetten mit den „Cocktailgesprächen“.

Musik kam nicht zu kurz

Die Palette reichte von Klassik über geistliche Musik bis hin zu Rock und Jazz. Schon seit Jahren fix im Programm und bestechend in Qualität und Niveau sind Konzerte und Festgottesdienste mit dem Amstettner Symphonieorchester und den drei großen Amstettner Chören: Amstetten Vokal, Musica Capricciosa und Audite Nova. Ruth Bachmair, Leiterin von Amstetten Vokal, wurde für ihre Verdienste um die Musik mit dem Kulturpreis der Stadt Amstetten ausgezeichnet, der von Bgm. Ursula Puchebner im Rahmen des Kulturwochen-Konzerts „Zuversicht“ übergeben wurde. Und was die Unterhaltungsmusik betrifft: Die H2E-Band überzeugte mit Rock von den Sixties to the Nineties, Arc en Ciel füllten den Rathaussaal mit Chansonflair und für eine tolle Perkussion & Tanz Performance sorgte „Soundcollection of Drums“ mit Georg Edlinger und Gästen. Klassische Blasmusik boten die regionalen Blasmusikvereine Mauer-Öhling, Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth und das X-Large Jugendblasorchester. Mit dem Konzert „Wild und Musik“ in der Johann-Pölz-Halle, bestritten von regionalen Jagdmusikensembles, kam die traditionelle Volksmusik ebenso nicht zu kurz.

Bildende Kunst

Ihr breites Schaffen zeigten auch bildende Künstler. Fritz Steiner präsentiert bis 27.11. in der Galerie Schau-ST.A.LL unter dem Titel „Der Künstler und seine Zeit“ Karikaturen aus 40 Jahren. Im Schloss Ulmerfeld ist noch bis 4.12. die Ausstellung „Das 5. Gebot – du sollst nicht töten“ mit Bildern, Skulpturen und medialen Projekten von Kurt Bachner und Paul Dav Babenberk zu sehen. Einen hervorragenden Einstand feierte mit der pop up gallery ein neues Kunstformat, in dem spannende und brisante Werke regionaler Künstler niederschwellig in einem aufgelassenen Geschäftslokal am Amstettner Hauptplatz präsentiert wurden. Kunst und Most gaben sich im Kulturhammer Koplarn bei der „Veranstaltung Gourmetmost & Jungmost treffen Kunst“ ein Stelldichein.
Mit einer glanzvollen Matinee in der Johann-Pölz-Halle am 20. November mit dem Amstettner Symphonieorchester und Solist Johannes Ettlinger endeten die diesjährigen Kulturwochen.

Kulturstadträtin Ulrike Königsberger-Ludwig freut sich über den Erfolg. „Die Mischung aus Innovation und Tradition hat sich wieder einmal glänzend bewährt. Dank unserer hervorragenden Künstler ist es wiederum gelungen, ein hochkarätiges Programm zusammenzustellen, das beim Publikum großen Anklang fand.“

info | amstetten.noe.gv.at

Rubrik:: Kultur

Kommentar verfassen

Zur Gewährleistung eines respektvollen Umgangs behält sich das Redaktionsteam vor, Kommentare gegebenenfalls zu entfernen.