03.12.2018 0 Kommentare

Tolle Bilanz der 64. Amstettner Kulturwochen

Vor 64 Jahren wurden die Amstettner Kulturwochen ins Leben gerufen. Seither ist die Beteiligung heimischer Kulturvereine und KünstlerInnen ungebrochen.

Die Hornwybbs mit Kulturstadträtin Elisabeth Asanger, Solistin Christina Hofmayer, GR Edmund Maier, Solistin Julia Heigl, Dirigent Thomas Maderthaner, GR Regina Öllinger. Foto: Stadtgemeinde Amstetten

Mit insgesamt 16 Veranstaltungen in 16 Tagen ist es heuer einmal mehr gelungen, mit der Vielfalt heimischer Kunst und Kultur ein breites Publikum anzusprechen. Musik, Film, Theater und bildende Kunst – in all diesen Bereichen zeigten heimische Chöre, Vereine und Bandformationen, was sie können.

Eröffnung mit Mozarts Requiem

Gleich zur Eröffnung am 10. November sorgte Amstetten Vokal unter der Leitung von Kulturpreisträgerin Ruth Bachmair samt Gastchor „Grenzgänger“, dem Österreichischen Mozartensemble und den Solistinnen und Solisten mit der Aufführung von Mozarts Requiem für ein besonderes Highlight. Die Künstlerinnen und Künstler agierten in Höchstform und sorgten in der Herz-Jesu-Kirche für ein einzigartiges Konzertereignis.

Tolles Musikprogramm mit herausragenden Akteurinnen und Akteuren

Bemerkenswert gestaltete sich auch das weitere Musikprogramm. So zeigte beim Eröffnungsgottesdienst das aus Lehrern und Schülern bestehende Amstettner Musikschul-orchester, mit wieviel Gefühl und Können dieser Klangkörper eine Messe gestalten kann. Ein außergewöhnlicher und keineswegs alltäglicher Programmpunkt war die Aufführung der von Kulturpreisträger Prof. Hans Neuhauser komponierten vorweihnachtlichen Kantate „Alle Jahre wieder“. Unter der musikalischen Leitung von Ivan Parik und der Gesamtleitung von Gerlinde Stöger brachten alle beteiligten Akteure den Besuchern den tieferen Sinn der Weihnacht wieder auf wunderbare Weise näher.

Die HornWYbbs, ein 18 hochkarätige Musikerinnen und Musiker umfassendes Horn-Ensemble, fesselte nicht nur mit klassischen Musikstücken und der stimmgewaltigen Begleitung durch Julia Heigl und Christina Hofmayer sondern entführte mit der Filmmusik zu Star Trek musikalisch auch in ferne Galaxien. Wie fließend die Übergänge zwischen Klassik und Modern, Pop und Volksmusik sein können zeigte Chorus Angelorum in der Pfarrkirche St. Stephan in einem vielumjubelten Konzert. Mit schier unendlicher Leichtigkeit pendelte der Chor zwischen den Genres, ohne dabei die notwendige Tiefe vermissen zu lassen.

What Am I Here For, eine 4 Mann starke Jazzformation, füllte den Rathaussaal mit Chopins dritter Klaviersonate und ausgewählten Brahmsstücken, allerdings neu adaptiert und elektronisch verstärkt. Blasmusikalische Leckerbissen im Rahmen der Kulturwochen bot der Musikverein Mauer-Öhling beim schon traditionellen Herbstkonzert im Festsaal des Landesklinikums Mauer.

Kriminalistisches Meisterstück als Theater

Das Theater St. Stephan, kurz TheSaStA genannt und Stammgast bei den Amstettner Kulturwochen, zeigte mit dem Kriminalstück „Ein Inspektor kommt“ einmal mehr, dass das Ensemble auch ernste Stücke mit Bravour meistert.

Bildende und darstellende Kunst

Einen Rückblick auf fünf Jahre intensives Schaffen gab die Kunst-Initiative-Amstetten mit ihren fast 60 Künstlerinnen und Künstlern im Kulturhammer Koplarn. Bilder, Skulpturen und Installationen wurden dabei musikalisch von den „Echo Hawks“ und dem phänomenalen Gitarristen Alfred Koch umrahmt. Fotografische Highlights im wahrsten Sinne des Wortes offenbarte die Ausstellung „Lichtspuren“ im Schloss Ulmerfeld. Diese von der Fotogruppe der Naturfreunde Ulmerfeld-Hausmening- Neufurth zusammengestellte Schau zeigte sehr spektakuläre aber auch sehr stille und berührende Fotos von Mensch, Natur und mehr. Gewidmet war die Fotoschau dem kürzlich verstorbenen Mitglied Stefan Kromoser.

Filmhighlights

Auch die filmischen Programmpunkte wussten zu überzeugen. Ob nun der Schülerfilm „Mein Freund, die Giraffe“ oder der in Kooperation mit Südfilmfest Amstetten und dem Hospizförderverein gezeigte Film „Arthur und Claire“, mit Josef Hader und Hannah Hoekstra in den Hauptrollen – beide Filme setzten inhaltliche Glanzpunkte. Mit „3 Tage in Quiberon“, einem Film über Romy Schneider, sorgte der Arbeitskreis Film für ein weiteres Film-Highlight.

Programmschwerpunkt Demokratie

Auch der von der Stadtgemeinde Amstetten für 2018 ausgegebene Programmschwerpunkt „Demokratie“ war in den Kulturwochen an prominenter Stelle vertreten – mit der Präsentation von Ergebnissen von Schulworkshops zum Thema „Demokratie vermitteln“ und der damit verbundenen Vorstellung der neu gestalteten Displays in der Amstettner Innenstadt. Nahtlos ins Thema Demokratie fügte sich auch die Veranstaltung zu 100 Jahre Frauenwahlrecht im Arbeiterkammersaal ein.

Obmann Hannes Ott, Kulturstadträtin Elisabeth Asanger, Isabella Gieber, Thomas Schnabel (künstlerischer Leiter), Regina Parb, Judith Fröschl, Elke Strauß (Leiterin Kulturabteilung). Foto: Elisabeth Asanger

Finale mit den Amstettner Symphonikern

Den finalen Höhepunkt der diesjährigen Kulturwochen setzte am 25. November das Amstettner Symphonieorchester unter der Leitung von Thomas Schnabel mit einer glanzvollen Matinee in der Johann-Pölz-Halle. Das Orchester brillierte mit Werken von Debussy, Tschaikowsky und von Einem.

Erfreuliches Resümee

Kulturstadträtin Elisabeth Asanger, BA ist über den Erfolg der Amstettner Kulturwochen sehr erfreut. „Die Mischung aus Altem und Neuem hat sich wieder einmal glänzend bewährt. Hervorragende und außergewöhnliche Künstlerinnen und Künstler sorgten für ein hochkarätiges und vielseitiges Programm, das beim Publikum großen Anklang fand. Die Veranstaltungen der diesjährigen Kulturwochen gaben einen faszinierenden Einblick in das Kulturschaffen in unserer Region. Und die Kulturwochen zeigten sich auch als bestens geeignete Plattform für die Ergebnispräsentation unserer Projekte zum Jahresschwerpunkt Demokratie“.

web | www.amstetten.at

Rubrik:: Kultur

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