05.06.2014 0 Kommentare

Trotz restlosem Kartenausverkauf: ZOA-Festival bleibt so wie es ist: “klein und fein”.

HerbertPixnerProjekt

Das Herbert Pixner Projekt beim diesjährigen ZOA-Festival. Foto: privat

Stift Ardagger | Trotz restlosem Kartenausverkauf wird das “ZOA” auch in Zukunft so bleiben wie es ist: “klein und fein”, eben etwas besonders. Darüber sind sich die Veranstalter des Festivals einig.

Das 3. ZOA Festival am letzten Mai-Wochenende beim Mostbirnhaus in Stift Ardagger war restlos ausverkauft. Und das vor allem, weil es so ist, wie es ist: „Klein, fein und etwas besonderes“, sagt Veranstalter Peter Hofmayer, der die Veranstaltung trotz dutzendfach zu weniger Karten im selben Geist wie bisher in die 4. Auflage führen will. Das Wetter verfolgt das Zoa-Festival genau so treu wie das phänomenale Publikum, das die kühlen Regentropfen nutzte, um die vom Applaudieren heißen Hände zu kühlen. Gelegenheiten, ausgiebigen, euphorischen Beifall zu spenden wurden nicht ausgelassen und wenn es die Situation erforderte, erhob sich das Publikum von seinen Sitzplätzen, weil das Zoa-Publikum die Liturgie des Festivals kennt. Dem Veranstalter musste spätestens in einem solchen Moment klar sein, wieder und wieder solche Menschen – Musiker wie Publikum – zusammenbringen zu wollen. Die Unsicherheiten über die Fortdauer von ZOA sind mit dem heurigen, dritten Festival vergangen.

AmbienteVeranstaltung verfolgt einem bestimmten Grundgedanken

Intendant Peter Hofmayer beantwortete die am meisten gestellte Frage beim heurigen Zoa immer und immer wieder mit: „Nein.” Trotz der nunmehrigen Aussicht auf höhere wirtschaftliche Rentabilität durch die hohe Nachfrage an Karten bleibt ZOA genauso, wie es war und ist: Ein kleines, feines Festival für besondere Menschen mit feinem Geschmack. “Die Veranstaltung unterliegt ja dem Grundgedanken eines Zugewinnes in der humanistischen Persönlichkeitsbildung und nicht etwa im zu maximierenden Nutzen, endloses Wachstum zu generieren, um nach und nach über andere Festivals hinauszuwachsen und diese anschließend zu fressen,“ sagt Hofmayr.

Auf der ZOA-Bühne befanden sich gleichfalls keine “Homines Oeconomici”, sondern ehrliche, hochbegabte Menschen, die für ihren Erfolg sehr hart arbeiten und gearbeitet haben. So auch jetzt, Ende Mai, im Mostbirnhaus-Stadel, denn die rassigen Zingaros, die sprühenden Alma, der brillante “holstuonarmusigbigbandclub”, die unvergleichlichen Damen von Sormeh, die goschadn Herrn von Strottern sowie der Hiatabua Herbert Pixner und sein Projekt bescherten dem ausverkauften Stadl ein einzigartiges Musikerlebnis.

Die Tontechnik, welches ein perfektes Klangbild schuf, und die Lichttechnik, die den Raum so farbsicher illuminierte, trugen ebenfalls erheblich zum Erfolg des dritten Zoa-Festivals bei. Der Musikverein Ardagger-Stift und das Team vom Mostbirnhaus versorgten die Besucher kulinarisch vom Feinsten.

Info | www.zoafestival.at

Rubrik:: Kultur

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