17.05.2014 0 Kommentare

Umdasch-Tochter baut bei neuem New Yorker Wolkenkratzer mit.

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Foto: Michael Struppek / pixelio.de

Amstetten | Hoch hinaus will die Amstettner Firma Doka, eine Tochter des Umdasch-Konzerns.  Doka baut an einem neuen Wolkenkratzer in New York mit.

Mit seiner speziellen Schalungstechnik ist das Mostviertler Industrieunternehmen an der Errichtung den neuen Wolkenkratzers „432 Park Avenue“ in New York federführend beteiligt. Mit einer Höhe von 426 Metern und 89 Stockwerken entsteht hier das zweithöchste Gebäude in der US-Metropole. Laut Umdasch-Vorstandsvorsitzendem Andreas Ludwig wären bereits vor Baubeginn alle Wohnungen in dem Riesenhochhaus verkauft gewesen. Auch beim Bau des Muskrat Falls-Staudamms in Labrador, Kanada, kommt die High-Tech-Bauweise aus Niederösterreich zum Einsatz. Im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst betont Ludwig, dass solche Großprojekte den Ingenieuren viel Freude bereiten, da sie gefordert sind, immer wieder neue Möglichkeiten in der Schalungstechnik auszutüfteln.

Mitarbeiter müssen in Kurzarbei gehen

Trotz einer sehr guten Auslastung auf den Großbaustellen im Ausland müssen ab Juli die etwa 1.000 Mitarbeiter der Fertigung in Amstetten für ein halbes Jahr in Kurzarbeit gehen. „Wir haben in den letzten Jahren massiv in neue Standorte investiert, und diese mussten mit dem entsprechenden Material erstausgestattet werden, sodass hier vorerst der Bedarf stagniert“, erklärt Ludwig und betont, dass die gut 2.000 Amstettner Arbeitsplätze gesichert seien. Für die Kurzarbeit habe man sich entschieden, weil man das Know-how der zum Großteil selbst ausgebildeten Mitarbeiter unbedingt halten will und diese in naher Zukunft für die Produktion wieder brauchen werde.

Sehr engagiert forciert Umdasch die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Nicht nur dass 138 Lehrlinge in 14 unterschiedlichen Berufen ausgebildet werden, man hat zusätzlich die Umdasch Academy und die Zukunftsakademie Mostviertel implementiert. Dort werden pro Jahr etwa 2.000 Mitarbeiter in 60 Kursen geschult. „Als größter Arbeitgeber in der Region tragen wir nicht nur Verantwortung für unsere Mitarbeiter, sondern wollen auch der Jugend interessante Perspektiven bieten“, bekräftigt Ludwig. Am Standort Amstetten werden heuer etwa fünf Millionen Euro in Verbesserungs- und Erhaltungsarbeiten investiert.

Umsatz stieg im Vorjahr

2013 ist für die Umdasch AG ein erfolgreiches Geschäftsjahr gewesen. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 1,092 Milliarden Euro, davon wurden 88 Prozent im Ausland erwirtschaftet. Der Betriebserfolg hat sich mit 74 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr nur um 1,37 Prozent erhöht. Grund dafür ist der Rückgang im Segment Shopfitting. In 70 Ländern betreibt das Unternehmen 170 Niederlassungen mit 7.411 Beschäftigten. Die Doka Gruppe erhöhte ihren Umsatz um sieben Prozent auf 911 Millionen Euro – 83 Prozent des Konzernumsatzes.

Mit Ladeneinrichtungen beschäftigt sich das zweite geschäftliche Standbein des Konzerns, die Umdasch Shopfitting Group. Hier lag der Umsatz mit 181 Millionen Euro um fast 14 Prozent unter dem des Vorjahres. Zu den Kunden der Umdasch-Ladenbau-Gruppe zählen neben bekannten Handelsketten auch international tätige Markenunternehmen, wie REWE, DM, Spar, A1, ADEG, Lodenfrey, Reno, Zwilling, Wolford, Geox und Yves Saint Laurent. (hm)

Info | www.umdasch.com

Rubrik:: Mostviertel

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