04.04.2014 0 Kommentare

“Unbezahlte Überstunden sind Sozialbetrug!” AKNÖ-Präsident will Strafen verschärfen.

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AKNÖ-Präsident Wieser übt Kritik an unbezahlten Überstunden. Foto: Vyhnalek

Niederösterreich | AKNÖ-Präsident Wieser kritisiert eine in vielen Unternehmen gängige Praxis. Unbezahlte Überstunden seien laut Wieser Sozialbetrug. Er plädiert für verschärfte Strafen und Kontrollen.

Jede fünfte in Niederösterreich geleistete Überstunde wird nicht bezahlt. AKNÖ-Präsident Markus Wieser kritisiert dies: „Jede unbezahlte Überstunde ist schlicht und einfach Sozialbetrug. Es trifft uns alle, weil dadurch zu wenig Sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden und die Betroffenen ungerecht oder gar nicht entlohnt werden.“ Wieser ist überzeugt, dass die Arbeitszeitgrenzen schärfer kontrolliert werden müssten und die Arbeitsinspektorate verstärkt werden sollten. Zudem fordert Wieser eine Verlängerung der Verfallfristen für vorenthaltene Mehr- und Überstunden, damit die ArbeitnehmerInnen nicht um das ihnen zustehende Geld umfallen.

Mehr Arbeitsplätze statt Überstunden

Ein weiteres Problem ist laut Wieser das hohe Überstunden-Niveau in Österreich. 20 Prozent aller österreichischen ArbeitnehmerInnen machen regelmäßig Überstunden. In Summe leisten sie über 300 Millionen Überstunden im Jahr. Allein die NiederösterreichInnen kommen auf mehr als 58 Millionen. „Diese vielen Überstunden kosten Arbeitsplätze und gehen zu Lasten der Gesundheit“, sagt Wieser. Deshalb fordert er eine Überstundenabgabe für Unternehmen und den Ausbau der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Info | noe.arbeiterkammer.at

Rubrik:: Panorama

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